Greifvögel

Greifvögel in Hessen

Rotmilan im Flug
Rotmilan im Flug Foto: H. Zettl

Majestätisch gleiten sie durch die Lüfte. Ihr Körperbau macht sie zu perfekten Fliegern. Ihr Sehvermögern macht aus den Flugkünstlern bestechende Jäger. Anmut und Kraft der Greifvögel faszinieren die Menschen seit jeher. Aber Greifvögel haben nicht nur Freunde.
Über Jahrhunderte hinweg wurden die im Volksmund lange fälschlich als Raubvögel bezeichneten Tiere gnadenlos verfolgt und gejagt. Schlimmer aber wirkte die massive Belastung mit Umweltgiften in jüngerer Zeit. Besonders verheerend wütete das Pesitzid „DDT“ in den fünfziger und sechziger Jahren. Insbesondere am Ende der Nahrungskette, bei Wanderfalke, Habicht und Sperber hatte sich das Pflanzenschutzmittel schnell mit tödlicher Wirkung für die Vögel selbst oder ihre Nachkommen angereichert. Die betroffenen Arten gerieten an den Rand der Ausrottung.

Nicht zuletzt auf Druck der HGON unterliegen seit 1977 auch in Hessen alle Greifvögel einer ganzjährigen Schonzeit. Gesetzlicher Schutz und die Ächtung besonders schädlicher Umweltgifte ließen es ruhig werden um die Greifvögel. Aber im Schutz des öffentlichen Desinteresses ist eine längst überwunden geglaubte Bedrohung wiederauferstanden: die Meldungen über illegale Greifvogelverfolgungen, auch in Hessen, häufen sich. Fallenfang, gezielte Vergiftung, Abschuss, Aushorstung oder das gezielte Fällen von Horstbäumen sind offenbar wieder an der Tagesordnung. Die Dunkelziffer ist dabei sehr hoch. In den seltensten Fällen findet man die Fallen oder die getöteten Tiere.

Greifvögel zu fangen, zu jagen oder zu töten ist nach geltendem Recht eine Straftat und keine Ordnungswidrigkeit!!!! Greifvogelverfolgung kann daher mit bis zu 5 Jahren Haft bestraft werden.

Helfen Sie uns unsere Greifvögel zu schützen. Halten Sie die Augen offen und melden Sie uns und der Polizei, wenn Sie Fälle illegaler Greifvögelverfolgung beobachten, z. B. Habichtkorb (meist versteckt errichteter, großer Drahtkäfig mit lebender Locktaube) Habichtschlagnetz (u. U. auch wegenah ausgebrachtes Schlagnetz mit lebender Locktaube), Vergiftung (Fund toter oder flugunfähiger Greifvögel in verkrampfter Haltung, mit oft durch Todeskampf am Boden verschmutztem Gefieder) Aushorstung von Jungvögeln (plötzliches Verschwinden der Jungen ohne erkennbare andere Ursache).

 

Lesen Sie hier mehr über unser Rotmilan-Projekt.


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