Schwalben

Bauplatz gesucht! - Luftakrobaten ohne Heim

Schwalben haben es in unserer modernen Welt nicht leicht. Vieles hat sich in den letzten Jahren verändert: Modernisierte und renovierte Häuserfassaden ermöglichen es ihnen nicht mehr, Nester anzulegen. Kleine, landwirtschaftliche Betriebe werden zunehmend aufgegeben und Viehställe aus hygienischen Gründen versiegelt.

Die Folge ist, dass die im Sommer bei uns eintreffenden Schwalben immer weniger Möglichkeiten finden, neue Nester zu bauen oder alte zu besetzen.

 

Als sogannte "Kulturfolger" sind Schwalben aber auf unsere Bauwerke und somit unser Wohlwollen angewiesen.

Mit dem Projekt „Bauplatz gesucht!“ wollten wir auf die unliebsame Zukunft der Schwalben in Hessen aufmerksam machen und erstmals eine landesweite Zählung von Rauch- und Mehlschwalbennestern starten.

Dazu konte jeder einen Beitrag leisten, indem er uns besetzte und unbesetzte Schwalbennester meldete. 

 

Wir möchten allen herzlich dafür danken, die 2011 Augen und Ohren offen gehalten haben für die Natur, der man auch im Dorf und der Stadt auf der Spur sein kann.
Im Rahmen der Aktion „Bauplatz gesucht“, die mit einem Aktionstag im Vogel- und Naturschutztierpark Herborn startete, wurden uns insgesamt 3296 Nester gemeldet.
Allein 692 Nester wurden im Landkreis Gießen gezählt, davon 499 besetzte Mehlschwalbennester. Auf Platz zwei und drei liegen der Kreis Limburg-Weilburg mit 476 Nestern, sowie der Lahn-Dill-Kreis mit 447 Nestern.

Mit 2646 Nestern liegt die Mehlschwalbe eindeutig vorn, während nur 1075 Rauchschwalbennester gemeldet wurden. Durch den Rückgang traditioneller Landwirtschaftsformen und die zunehmende Flächenversiegelung verwundert dieser Unterschied nicht.

Um  Kräfte zu bündeln, wird die Nesterzählung durch die HGON nicht fortgesetzt. Im Sinne des Naturschutzes möchten wir Sie aber dazu ermutigen, die künftig von Ihnen beobachteten Schwalben (und natürlich alle anderen Vogelbeobachtungen) im neuen Vogelportal www.ornitho.de zu melden. Dies Daten stehen dann dem Naturschutz zentral zur Verfügung unf geben gleichzeitig einen EInblick in die Entwicklung der Schwalben und anderer Vogelarten in den benachbarten Bundesländern.

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Kontakt

Florian Schäfer
Telefon: 06008/1803
E-Mail: florian.schaefer(at)hgon.de

 

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