Natur erleben! Illustration: Bernhard Speh
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10 Jahre ökologische Aufwertung des Gebietes Graf-Dietrich-Weiher

Am 19.9.2010 wurde im Rahmen einer kleinen Feierstunde den nun 10 Jahre währenden Einsatz zur ökologischen Aufwertung des HGON eigenen Graf-Dietrich-Weihers gedacht. Der heutige sehr gute Zustand, mit einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt, des Graf-Dietrich-Weihers ist dem ausdauernden Wirken von Werner Peter und Bernd Dressler zu verdanken. 4910 Arbeitsstunden haben die ehrenamtlichen HGON-Betreuer in die Pflege, Entwicklung und das Biomonitoring eingebracht. Die wesentlichen Maßnahmen zur Aufwertung des Gebietes finanzierte das Amt für Straßen und Verkehrswesen. Das Forstamt Schlüchtern hat mit einer erfolgreichen Weiterführung der Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen seinen Part beigetragen. Allein 186 Vogelarten wurden über die Jahre in diesem Gebiet beobachtet, dazu kommen noch viele z. T. seltene Libellen- und Amphibienarten. Zu den regelmäßigen Gastvögeln gehören Odinshühnchen, Sichelstrandläufer sowie Graubruststrandläufer und als Brutvögel können hier jedes Jahr Reiherente, Tafelente und Wasserralle beobachtet werden.

Übersicht der wichtigsten Stationen bis zur heutigen Qualität

1977
HGON stell NSG-Antrag

1982
NSG Ausweisung

1998
16 Jahre Pflegedefizit; Amt für Straßen- und Verkehrswesen (ASV) kauft den Graf-Dietrich-Weiher (GDW), GDW wird zur Sanierung abgelassen; HGON beginnt mit der Umsetzung

Juli 1999
In 19 Arbeitstagen wurde ein Ringraben 21 x 120 m ausgebaggert. 3400 m³ Unterboden wurden zur Schüttung der 105 m langen und 3 m breiten Buhne verwendet. 50x10 m Teichschlamm wurden entfernt. 2 Mönche und ein Wehr wurden gesetzt, die Insel wieder aufgeschüttet, der Vorteich mit 2 Leitwänden versehen, eine Zulaufsteuerung mit Schieber Installiert, 440 m Umlaufgraben instandgesetzt.
Bausaufsicht/Abnahme: HGON-Betreuer
Kosten: ASV-GElnhausen, Kompensation A66
Errichtung des Beobachtungsstandes, Planung und Berechnung, mithilfe der HGON-Betreuer

2000:
2,3  km Weidezaun werden erstellt, Forstamt (FA) errichtet Parkplatz, Beweidungsverträge werden für das ASV erstellt udn abgeschlossen, Galloway-Beweidung gestaltet sich problematisch, nach Abspache mit dem Fortstamt werden Gehölze zurückgeschnitten.

2001
3 Informationstafeln werden erstellt, 3 Laichmulden reaktiviert, Betonwehr abgedichtet, Ried und Steinbachdamm verstärkt - Kostenübernahme ASV;
Pflegemaßnahmen: Stockausschläge entfernen, mähen

2002:
Ortstermin: Beweidung wird kritisch erörtert; Weidezaunerweiterung im südlichen NSG Bereich; vom FA werden erstmals Flächen gemulcht; eine weitere Fläche übernimmt das ASV.

2003:
Baggerarbeiten: 2 Weideübergänge werden erstellt; Schildkröten werden gefangen und genetisch untersucht; Eisvogel Brutwand wird erstellt; Erbweiher wird abgelassen und abgefischt, HGON wird Eigentümer des GDW, angrenzenden Grundstücken und erwirbt as Wasserrecht des Steinbaches für dieses Gebiet.

2004:
ASV kommt für Dammreparatu am Erbweiher auf; in absprache mit dem Forstamt werden im Auftrag des ASV Gehölze am Erbweiher gerodet; GDW wird abgelassen, abgefischt und wieder bespannt; Dammreparatur am VS-Teich: 2 Teiche zu einem vereint

2005:
Erstmals Beweidung mit Pferden auf Trockenflächen; Buhnenufer wird mit Basaltschotter gegen Wellenschlag gesichert; kompensationsmaßnahme Brücke K922 ermöglicht Teichsanierung; Struktureform Forst: Neubesetzung der zuständigen Forstbeamten.

2006:
Nach Unterrichtung des FA: 4 tägiger Baggereinsatz zur Dammsanierung aus Spendenkonto; Beweidung wird erstmals vom FA organisiert; Noteinsatz am schadhaften VS-Teich; 270 m frostbedingte Damm- und Nacharbeit; GDW wird wieder abgelassen und abgefischt

2007:
30 Jahre HGON Naturschutz für den GDW; erstmals Beweidung mit 3 Hochlandrindern und Bunte; Ferienspieltag mit 60 Kindern der Gemeinde Bierstein; ASV gibt Erfolgsgutachten an PNL in Auftrag; 4-tägiger Baggereinsatz zur Mönch- und Dammsanierung; Stellen von Masten für Hochstand (davon 60 % aus Spendenkonto); Dachdecken udn Verfugen vom Beobachtungsstand

2008
Vereinbarung über Errichtung eines Hochstandes zwischen RP-Darmstadt, FA u. HGON; Baggereinsatz zur Beseitigung vom Bisamschäden; Hochstand wird von ehrenamtlichen Helfern gebaut.



 

 

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