Auen

Anfang der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts begann die HGON sich intensiv für den Auenschutz einzusetzen. In dem agrarischen Schwerpunktgebiet Wetterau, der alten „Kornkammer Hessens“, war der Druck der Landwirtschaft zur Intensivierung und der Erschließung auch der letzten Flächen in den einst nur extensiv nutzbaren Flussauen ganz besonders groß. Flussbegradigungen, Trockenlegung und Umbruch der einst feuchten Grünländereien führten bis zu Beginn der 70er Jahre zum weitgehenden Verschwinden der früheren Feuchtlebensräume mit ihrer reichen Tier- und Pflanzenwelt. Der Ausbau allwetterfähiger Wirtschaftswege in den bisher vor allem im Winterhalbjahr kaum erreichbaren weiten Auenbereichen ermöglichten zusätzlich eine ganzjährige Nutzung durch den stetig anwachsenden Freizeitbetrieb des mächtig expandierenden Rhein-Main-Ballungsraumes und den damit einhergehenden Störungen der empfindlichen Vogelwelt. Nur minimale Reste ursprünglicher Auenlandschaft - auch diese unmittelbar von Zerstörung bedroht  -  waren noch verblieben.


Dank der enormen Tatkraft des damaligen HGON-Vorsitzenden Willy Bauers, konnte der Auenverbund Wetterau nach langem Ringen 1989 aus der Taufe gehoben werden. Ihm standen anfangs in der Wetterau aus der neugegründeten HGON noch nicht einmal eine Handvoll aktiver Mitstreiter zur Seite.
Und es sollten noch weitere Auenverbunde in Hessen folgen.

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