Offenland

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In Mitteleuropa ist die Landschaft durch die menschliche Nutzung stark beeinflusst worden und hat die vielfältigen Lebensräume unserer heutigen Kulturlandschaft überhaupt erst ermöglicht. Je vielfältiger die Nutzung der Landschaft, umso vielfältiger gestaltet sich die Zusammensetzung der Tiere und Pflanzen.
Mitte des 20. Jahrhunderts wurde die traditionelle Landwirtschaft mit zunehmendem technischem Fortschritt und steigendem Energieeinsatz durch eine Intensivlandwirtschaft abgelöst. Hinzu kam, dass auf landwirtschaftlich ungünstigen Standorten, so genannten Grenzertragsstandorten, die Nutzung wegen mangelnder Rentabilität mit der Zeit aufgegeben wurde. Beide Entwicklungstendenzen trugen zu dem seither erheblichen Artenrückgang bzw. Verlust an Biodiversität in der Kulturlandschaft bei. Vor allem die Grenzertragstandorte mit ihren Mager- und Naßwiesen, beherbergen eine Vielzahl sehr stark spezialisierter Arten, die bei einer Nutzungsänderung oder -intensivierung verschwinden.
Die Landschaftspflege kommt überall dort zum Einsatz, wo eine traditionelle Landnutzung nicht mehr stattfindet, um den zum Teil selten gewordenen Lebensraumtypen und den darauf angewiesenen Arten ein Überleben zu sichern.
Die Mitglieder der HGON-Arbeitskreise vor Ort organisieren die Pflege der wertvollen Lebensräume in Ihrer Region.

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