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  • 18.Aug.2011

    Neues aus dem Rotmilanprojekt

    Die Brutsaison der meisten Vogelarten ist abgeschlossen, so auch die des Rotmilans. Vielerorts sieht man die Familien nun wieder auf Äckern auf Nahrungssuche oder über Wäldern im lockeren Verbund kreisend. Schon gegen Mitte September werden sich die ersten Rotmilane wieder auf den langen Weg in ihre südwesteuropäischen Winterquartiere machen.

    Die Brutsaison 2011 ist für den Rotmilan in Hessen nach den bislang vorliegenden Ergebnissen schlecht ausgefallen. Im Durchschnitt wurden nur 1,6 ausgeflogene Jungvögel pro erfolgreicher Brut registriert. Damit lag der Bruterfolg noch deutlich unter dem niedrigen Wert von 2007 mit 2,03 Jungen pro erfolgreichem Paar. Die beiden Jahre 2007 und 2011 sind klimatisch auffallend gut vergleichbar. In beiden Jahren hatte das Frühjahr überdurchschnittlich hohe Temperaturen. Im Durchschnitt lagen die Temperaturen 2011 um 2,4° höher als sonst, nur das Jahr 2007 war noch wärmer. Somit bestätigt sich die Interpretation aus dem Jahr 2007, wonach vermutlich die hohen Temperaturen für den niedrigen Bruterfolg verantwortlich sind. Die in überdurchschnittlich warmen Frühjahren sehr schnell aufwachsende Vegetation führt zu einer verringerten Nahrungsverfügbarkeit , da Rotmilane Vegetationsbestände, die sie im Sitzen nicht mehr überblicken können (ab etwa 40 cm), kaum noch zur Nahrungssuche nutzen.

    Damit das Verhalten der Tiere besser erforscht werden kann, wurden auch in diesem Jahr acht Rotmilane mit grünen Flügelmarken versehen. Doch dafür brauchen wir Ihre Mithilfe. Bitte melden Sie jeden Rotmilan mit einer grünen Flügelmarke an christian.gelpke(at)hgon.de oder die HGON Geschäftsstelle. Vielen Dank.

    Neue Bilder zum Rotmilan-Projekt finden Sie in der Galerie der Rotmilan-Seite....

 

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