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  • 12.Feb.2013

    Rückblick Herbsttagung 2012

    Die HGON Herbsttagung mit dem Thema "Energiewende, Klima- und Naturschutz: ein Trilemma" fand am 17. und 18. November 2012 in Frielendorf (Schwalm Eder Kreis) statt.

    Beim Vortragsprogramm am Sonntag war der Veranstaltungssaal des Hotel Hassia mit mehr als 100 Teilnehmern gut gefüllt. Die einzelnen Vorträge boten einen guten Einstieg in die umfassende Problematik aus Naturschutzsicht und zeigten sehr deutlich die vielen Facetten, die mit der Energiewende einhergehen. Besonderer Dank geht an Umweltstaatssekretär Mark Weinmeister und den energiepolitischen Sprecher der SPD Timon Gremmels, die sich viel Zeit nahmen, Rede und Antwort zu stehen und mit den Teilnehmern so ausführlich zu diskutieren. In Kürze werden die Vorträge auf der HGON Homepage zum Download zur Verfügung stehen.

    Die Exkursion am Tag davor führte die Teilnehmer in das europäische Vogelschutzgebiet Schwalmniederung bei Schwalmstadt. Dieses Gebiet beherbergt vor allem zwei Lebensräume: die grünlanddominierte Schwalmaue mit (z.T. ehemaligen) Brutbeständen von Wiesenvögeln wie Kiebitz, Bekassine oder Wachtelkönig sowie die weiten Ackerflächen zwischen Schwalmstadt und Willingshausen als Rastgebiet von Offenlandarten wie Gold- oder Mornellregenpfeifer.

    Erstes Exkursionsziel war eine Biogasanlage, bei deren Planung die Belange des Vogelschutzgebietes in vorbildlicher Weise berücksichtigt wurden. Anschließend besichtigten die Teilnehmer das Wiesenvogelprojekt im Hochwasser-Rückhaltebecken Schwalmstadt, wo unter Federführung des HGON-Arbeitskreises eine Fläche von mehr als 30 ha Grünland gesichert werden konnte und zukünftig im Hinblick auf die Besiedlung durch Wiesenvögel optimiert werden soll.

    Nach der Mittagspause, die einige Unermüdliche zur (leider erfolglosen) Suche nach der Orientturteltaube bei Wabern nutzten, ging es zum dritten Exkursionsziel: den aus dem Braunkohletagebau hervorgegangenen Borkener Seen. Hier stand speziell der noch nicht vollständig geflutete Tagebau Gombeth mit seinem charakteristischen Mix aus lückigen Birken- und Kieferngehölzen sowie flechtenbewachsenen oder gänzlich offenen Rohbodenbereichen im Vordergrund. Auf der Wasserfläche des Sees hielten sich fast 140 Tafelenten und ein schönes Männchen der Kolbenente auf. Als 170 Kraniche das Gebiet im Überflug auf eine mögliche Eignung als Rastgebiet testeten, verließ die Exkursiongruppe das Gebiet, um die vom Nebel zur Rastplatzsuche gezwungenen Vögel nicht zu stören. Am benachbarten Singliser See rundeten u.a. zwei Schellenten und weitere ziehende Kraniche den erlebnisreichen Tag gelungen ab.

    Hier sehen Sie Bilder von der Tagung..

    Das Tagungsprogramm

     

 

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