Rückblick 30 Jahre Naturschutzgebiet und Renaturierung
„Rotes Moor“
Am 10. und 11. Oktober diesen Jahres lud die Obere Naturschutzbehörde des Regierungspräsidiums Kassel gemeinsam mit der HGON zur Jubiläumsfeier „30 Jahre Naturschutzgebiet Rotes Moor“ ein, der über 100 Menschen gefolgt waren.
Zu Beginn der Tagung begrüßte der Vorsitzende der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz, Oliver Conz, die Tagungsteilnehmer. Auch andere Ehrengäste, wie Mark Weinmeister - Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Thomas Schreiner - Bürgermeister der Gemeinde Ehrenberg und Margit Trittin - Bürgermeisterin der Stadt Gersfeld, Bernd Woide – Landrat Landkreis Fulda und Adalbert Fischer – Forstamtsleiter Hofbiber, hielten ein Grußwort und erläuterten die Bedeutung und die Wichtigkeit des Naturschutzgebietes (NSG) „Rotes Moor“.
Nicht nur die Natur, sondern auch der Tourismus in der Rhön profitierten und stabilisierten sich durch die Renaturierung und des seit 1979 unter Naturschutz stehendem Moor. Das Rote Moor ist eines von nur zwei Hochmooren in Hessen und mit seinen ursprünglich 55 ha war es auch das weitaus Größte und Bedeutendste. Heutzutage blieb vom offenen Hochmoor nach jahrelanger Abtorfung bis 1984 nur noch etwa 5 ha erhalten. Da in Mooren eine artenarme, jedoch exklusive Pflanzen- und Tierwelt besteht, müssen vor allem diese Moorreste mit ihren biologischen Kostbarkeiten bewahrt und regeneriert werden. Das rund 315 ha große Schutzgebiet umfasst neben dem Moor auch Karpatenbirkenwälder, artenreiche Bergwiesen, Borstgrasrasen und Quellsümpfe. Erst mit der finanziellen Förderung durch das Bundesamt für Naturschutz und die Stiftung Hessischer Naturschutz wurde das aufwendige Renaturierungsprojekt, welches vor allem die Sanierung des Wasserhaushaltes, aber auch das Niederhalten des Waldes etc. beinhaltet, ermöglicht. Eine Reihe von Fachvorträgen zeigten den Werdegang des Naturschutzgebietes Rotes Moor, die Renaturierungsmaßnahmen sowie die besondere Tier- und Pflanzenwelt in diesem Gebiet.
Am Sonntag führte dann die Fachexkursion auch in das „Kleine Moor“, welches den intaktesten Bereich des NSG´s darstellt. Trotz des schlechten Wetters fand die Jubiläumstagung ein guten Zuspruch und viel Lob.
Wir möchten allen ehrenamtlichen und Hauptamtlichen danken, die mit viel Zeit und Energie zum Erhalt diese Juwels beitragen haben bzw. immer noch beitragen.
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