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Heute Morgen habe ich Bergwildpark am Meißner bei Germerode den ersten Waldlaubsänger (Phylloscopus sibilatrix) gehört. Für die Waldlaubsänger, die einen Wald mit geschlossenem Kronendach, aber wenig Unterholz und vor allem freien Stammraum bevorzugen, bietet der Wildpark gute Lebensvoraussetzungen, da der für Schauzwecke überhöhte Wildbestand praktisch keinen Unterwuchs aus Büschen oder jungen Bäumen zulässt. Damit wir auch verständlich, dass die naturnahe Forstwirtschaft, die das Kronendach früh aufreißt und eine dichte Unterholzschicht aus Naturverjüngung schafft, den Lebensraum des Waldlaubsängers immer weiter einengt. Im Werrabergland finden sich die höchsten Brutdichten der Art in den durchgewachsenen Eichenniederwäldern, deren Kronendach sich geschlossen hat und die bis auf eine Grasschicht bodenkahl sind, etwa im Schlierbachswald und auch in den Buchalthölzern an den Steilhängen des Meißners, die sich durch die Steilheit der Hänge einer geregelten, naturnahen Forstwirtschaft entziehen, und in denen die dominierenden, uralten Buchen praktisch die gesamte Bodenvegetation außer den Frühjahrsgeophyten herausdunkeln.
Außerdem bei Germerode: der erste Kuckuck des Jahres ruft, ein Girlitz singt, 7 Krähen hassen auf ein Kolkrabenpaar, ein Roter Milan.
Dr. Jörg Brauneis
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Landkreis: Werra-Meißner
Vogelgebiet: 0
Fotograf: Dr. Jörg Brauneis
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