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Hallo Zusammen,
ich dachte, ich hätte mich an dieser Stelle bereits klar ausgedrückt, aber das ist wohl nicht angekommen. Deswegen nochmal:
a) das HGON-Birdnet ist nicht der optimale Ort, um sich über Naturschutzprobleme auszutauschen. Wir haben bislang keinen besseren. Das werden wir mit der Überarbeitung der Homepage ändern.
b) Die HGON und einige Arbeitskreise haben für Naturschutzprojekte Geld vom Umweltfonds der FRAPORT AG erhalten. Und es wird niemals genug sein, um auch nur annähernd für das zu entschädigen, was die Natur an der Startbahn West verloren hat. In diesem Sinne hat Willy Bauer Geld für Naturschutzprojekte vom Umweltfonds der Fraport angenommen und daran hat sich bis heute nichts geändert.
c) Die HGON ist einer von meines Wissens nach zwei anerkannten Naturschutzverbänden, die gegen den Bau der Landebahn in den Rechtsstreit mit dem Land Hessen gegangen sind. Der BUND hat die Klage in Absprache mit der HGON und mit ihrer vollen Unterstützung alleine zu Ende geführt. Wer die umfangreichen Schriftsätze unserer Anwälte mal lesen will, möge sich melden.
d) Von dem Verband, der als einziger keine Projekte durch den Umweltfonds der Fraport finanziert bekommen hat, ist unsere Haltung nicht in Zweifel gezogen worden, weil wir immer eindeutig gegen den Ausbau Stellung bezogen haben. Weder die HGON als Verband noch die Vorstandsmitglieder, die unsere Haltung gemeinsam beschlossen haben, lassen sich in dieser Haltung erweichen, wodurch auch immer. Wer glaubt, es mangele uns an persönlicher Entschlossenheit, den lade ich zum Beispiel zu mir oder zu Ernst Böhm an einem lauen Sommertag in den Garten ein.
e) Wir könnten uns in der Öffentlichkeit ähnliches Gehör verschaffen wie der BUND, wenn wir mehr wären und über mehr Mittel verfügen würden. Jeder ist herzlich eingeladen, daran mitzutun, durch Spenden, durch Mitgliederwerbung. Nichts macht uns unabhängiger und schlagkräftiger.
f) Vielleicht ist aufgefallen, dass wir verstärkt Projekte mit Kindern und Schulen machen und die Zahl unserer Veranstaltungen stetig erhöhen. Das hat nichts mit Schönwetter-Naturschutz zu tun, sondern betrifft unmittelbar den Flughafen. Das wahre Problem ist ja nicht die Fraport, sondern die Landesregierung und die Landtagsmehrheit. Dass die Fraport wirtschaftliche Interessen hat, ist verständlich. Dass das Land dem nachgibt und die Belange des Naturschutzes zurückstellt, ist es nicht. Das hat etwas mit gesellschaftlichen Mehrheiten zu tun. Solange die Ausbaubefürworter trotz Wortbruch in Sachen Nachtflugverbot fast 80 % der Wählerstimmen bekommen, werden wir immer verlieren. Das zu ändern ist ein mühsamer, zäher Kampf, den wir nichtsdestotrotz annehmen. Auch hierbei ist jeder aufgefordert, mitzuhelfen. Dabei kann jeder einzelne Vogelbeobachter einen Beitrag leisten.
Herzliche Grüße
Oliver Conz
PS: Für alle, die bis hierhin durchgehalten haben, noch was Ornithologisches: Bei mir vor dem Haus in Kelkheim haben sich zwischen dem 5. und dem 14. Januar rund 120 Seidenschwänze aufgehalten, die ich gemeldet hätte, wenn mein PC keinen Totalschaden gehabt hätte.
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