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  • 26. Sep. 2012 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Rabenvögel

    von Jörg Brauneis

    Heute Nachmittag im NSG Werraaltarm bei Schwebda: 2 Kolkraben, 5 Rabenkrähen und 6 Dohlen an einem Fraßplatz auf einer Viehweide. Die Raben versuchen den Krähen die Futterstücke abzujagen und verfolgen sie, bis diese das Futter fallen lassen. Dann aber sind die Dohlen schneller als die Raben.

    Dr. Jörg Brauneis

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: Kiesteiche Eschwege

    Fotograf:

  • 25. Sep. 2012 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Fichtenkreuzschnäbel im Werra-Meißner-Kreis

    von Jörg Brauneis

    @ Herrn Hoffmann

    In diesem Jahr bisher im Vergleich auffällig wenige Kreuzschnabelbeobachtungen im Werra-Meißner-Kreis.
    Auf ornitho.de wurden 2012 insgesamt nur 11 Beobachtungen (1 bis 11 Vögel) gemeldet. Davon sechsmal Schlierbachswald, viermal Meißnergebiet und einmal Kaufunger Wald. Eine Beobachtung aus dem September, dreimal August, viermal Juni; März, April und Januar je einmal. Zweimal singende Männchen (28. April und 9. Juni).
    Diese Zahlen sind sehr niedrig, bei vielen Waldexkursionen wurden gar keine Kreuzschnäbel angetroffen. Der Zapfenbehang der Fichten ist gut bis sehr gut. Die Kreuzschnäbel aus dem Nordosten können also kommen. Am Sonntag (23.09.) erstmals im September fünf Vögel im Schlierbachswald, kein Gesang; auf dem Meißner in diesem Monat noch gar keine (trotz mehrerer Beobachtungsgänge auch wegen der Rotwildbrunft!)
    Zu bedenken ist auch, dass im Werra-Meißner-Kreis (wie wahrscheinlich in ganz Hessen) die großen Waldgebiete avifaunistisch vernachlässigt sind (besonders im Vergleich zu den Wasservogelbeobachtungen).
    Übrigens: In den letzten Wochen hier in Nordosthessen unglaublich viele Eichelhäherbeobachtungen. Trifft dies für ganz Hessen zu? Sind dies Invasionsvögel?

    Dr. Jörg Brauneis

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: 0

    Fotograf:

  • 23. Sep. 2012 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Weidenröschen und Wildschweine

    von Jörg Brauneis

    In diesen Tagen verblühen auf dem Hohen Meißner die letzten Weidenröschen (Waldweidenröschen oder Schmalblättriges Weidenröschen, Chamerion angustifolium). Diese Pflanzenart besiedelt die ausgedehnten Windwurfflächen in großen, manchmal flächendeckenden Beständen. Sie verbreitet sich rasch vegetativ über weitkriechende Rhizome. Diese fleischigen Rhizome sind es auch, die das Waldweidenröschen (ähnlich wie beim Adlerfarn) zu einer bevorzugten Nahrungspflanze für Wildschweine machen. Die Sauen brechen den Boden in den Waldweidenröschenbeständen oft auf großer Fläche tief um und schaffen so Nahrungsquellen für viele Vogelarten. Neben Eichelhähern sind oft Amseln, Singdrosseln, manchmal auch Waldschnepfen an diesen aufgegrabenen Bodenstellen (Gebräch genannt) zu beobachten.
    Früher wurden die Rhizome und junge Triebe auch von Menschen als Salat verzehrt, außerdem wurde Weidenröschentee bei Prostata- und Blasenleiden angewendet. Die Blüte ist eine hervorragende Bienenweide und gelegentlich wurden die Samen zur Herstellung von Fasern genutzt.

    Dr. Jörg Brauneis

    Das Bild zeigt Waldweidenröschen im August in voller Blüte auf dem Hohen Meißner zwischen dem Weiberhemdmoor und der Kasseler Kuppe.

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: 0

    Fotograf: Dr. Jörg Brauneis

    Weidenröschen und Wildschweine
  • 23. Sep. 2012 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Der kleine Frühling

    von Jörg Brauneis

    Die Japaner nennen den Herbst auch den „kleinen Frühling“. Dies kann man gut verstehen, wenn man beobachtet, wie die schönen Herbsttage in der Vogelwelt Frühlingsgefühle wecken. Gestern flogen die Hausrotschwänze an unserem Haus in Eschwege wieder den Nistkasten an.
    Heute dann ein Morgen von frühlingshafter Schönheit im Schlierbachswald (Stadtwald von Eschwege; Forstort: Marks Triesch) mit einer eindrucksvollen Herbstbalz der Sperlingskäuze. Wahrscheinlich zwei Käuze präsentieren mit mehreren Standortwechseln das gesamte Gesangsrepertoir von 6.10 Uhr bis 6.35 Uhr. Noch viel später sitzt ein Kauz auf dem Wipfeltrieb einer Altfichte am Rand der Douglasienkultur und erträgt gelassen das Hassen der Kleinvögel. Dabei wirkt eine den Kauz direkt anfliegende Misteldrossel beinahe bedrohlich.
    Weitere Herbstsänger (außer den Sperlingskäuzen) sind: Waldkauz; Ringeltaube (5 Sänger); Misteldrossel; Zaunkönig und Zilpzalp (zwei Sänger).
    Im neuen Falke-Taschenkalender (2013) hat sich Hans-Heiner Bergmann einige Gedanken zur Frage gemacht, ob Nichtsingvögel wie Eulen rufen oder singen und hat sich eindeutig dafür ausgesprochen, auch bei diesen Vogelarten von Gesang zu sprechen, was sicher die meisten Vogelbeobachter gut nachvollziehen können.
    Außerdem heute Morgen: Schwarz-, Grün- und Grauspecht, und mit unglaublicher, akustischer Präsenz von der frühen Dämmerung an: die Eichelhäher. Ein Kolkrabenpaar kreist ständig über seinem Revier.

    Um 6.30 Uhr erscheint, das taunasse Gras vermeidend, ein Jungfuchs auf dem Forstweg und schnürt auf mich zu. An einer Rückgasse äugt er plötzlich in die dichte Schlagflora, spitzt die Gehöre, spannt sich an und verschwindet mit einem Riesensatz in den Brennnesseln. Das zarte Klagen einer Rötelmaus beweist, dass er richtig gesprungen ist, und tatsächlich erscheint der Fuchs mit der Maus im Fang und zufriedenem Gesichtsausdruck wieder auf dem Weg – ein prächtiges Fuchsfrühstück! Der Fuchs erteilt uns Naturschützern, die wir ja das antiquierte Nützlings-Schädlings-Denken der Förster ungeprüft übernommen haben, damit wieder eine wichtige Lehre: Der Fuchs ist ein nützliches Tier, weil er Rötelmäuse (schädlich!) frisst, die sonst die Rinde der Douglasienpflanzen abnagen. Rehe dagegen sind schädlich, denn sie fressen im Zweifelsfall die Douglasie, müssen daher liquidiert werden (in unserem hessischen Nationalpark heißt das dann politisch korrekt: die Rehe werden gemanagt). Von der Bedeutung der großen Pflanzenfresser für die biologische Vielfalt im Wald scheint diese unheilige Allianz aus Forstmanagern und Naturschützern keine Ahnung zu haben.

    An diesem Morgen lässt sich aber kein Reh blicken, das gemanagt werden will.

    Dr. Jörg Brauneis

    Die Abbildung zeigt die Randfichten mit der Ansitzwarte des Sperlingskauzes!
    Alles Übrige – wie immer – auf ornitho.de

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: 0

    Fotograf: Dr. Jörg Brauneis

    Der kleine Frühling
  • 12. Sep. 2012 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Pro Kormoran

    von Jörg Brauneis

    Solche Gerichtsurteile sind überfällig und eigentlich ist es nur verwunderlich, dass es in Deutschland so lange gedauert hat, bis es untersagt wurde, die Kormorane an den Brutkolonien zu verfolgen. An dieser Stelle liegt mir als Jäger aber auch daran zu betonen, dass solche Verfolgungen an der Brutkolonie mit Jagd aber auch gar nichts zu tun haben. Stände der Kormoran zusätzlich unter dem Schutz des Jagdrechtes, dann wäre die Verfolgung und Tötung eines zur Jungenaufzucht notwendigen Elterntieres eine Straftat, und diese Dinge hätten sich so nicht ereignen können.

    Leider gehen im Werra-Meißner-Kreis die Überwinterungszahlen der Kormorane seit einigen Jahren deutlich zurück!

    Dr. Jörg Brauneis

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: 0

    Fotograf:

  • 10. Sep. 2012 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Junge Wildkatze im Schlierbachswald - Nachtrag zur Meldung im Mai

    von Maria-Jacinta v. Roeder

    Nachdem mein Mann im Mai die fünf kleinen, noch blauäugigen Wildkatzenbabys fotografieren konnte, ist jetzt am Wochenende einem Jäger in unserem Revier dieses Foto einer noch sehr jungen Wildkatze gelungen. Aufgrund der räumlichen Nähe - die Katze befand sich genau am Gegenhang zu dem Ort, an dem die Babys gesichtet wurden - ist davon auszugehen, dass es sich um eine der fünf Geschwister gehandelt hat. Wir freuen uns sehr über diesen Schnappschuß, gibt er uns doch die Hoffnung, dass die Aufzucht erfolgreich gewesen ist!

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: 0

    Fotograf: Michael Öllerich

    Junge Wildkatze im Schlierbachswald - Nachtrag zur Meldung im Mai
  • 09. Sep. 2012 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Pflanzer im Nebel

    von Jörg Brauneis

    Heute am frühen Morgen vor der ersten Dämmerung und bei dichtem Nebel am nördlichen Rand des Schlierbachswaldes in der Gemarkung Eschwege - Oberdünzebach. Waldkäuze singen. Wildschweine rumoren unter den Feldeichen, die alleeartig an den sich vom Wald ins Werratal ziehenden Buntsandsteingräben wachsen. Dieses Jahr tragen die Eichen im Wald kaum Mast, aber im Feld hängen sie voller Früchte. In den Feldgemarkungen wachsen allerdings auch meist Stieleichen oder doch zumindest Bastarde mit den im Wald bestandsbildenden Traubeneichen. Jene fruchten viel regelmäßiger und reichlicher als die Traubeneichen. Wollen wir hoffen, dass die Baummast die Sauen von den großen Maisfeldern ablenken, in denen sie sonst zu Schaden gehen würden. Als es hell wird kreischen Eichelhäher am Waldrand und nach und nach fliegen sieben dieser Vögel in die erste Eiche, die ich Nebel gerade noch erkennen kann. Mit einer Eichel im Schnabel (ganz so wie auf der Mitreden /Forum – Seite der HGON) kommen sie dann auch dem dichten Laub wieder zum Vorschein und suchen nun einen geeigneten Platz, um ihre Beute zu verstecken. Das tun sie an Wegeböschungen, in verwilderten Gärten und am Waldrand. Schon im nächsten Jahr wird aus dieser Hähersaat eine junge Eiche keimen, die mit viel Glück noch in einigen Jahrhunderten als ein gewaltiger Baum hier stehen kann. Eichelhäher verstecken die Eicheln immer einzeln und in einiger Entfernung von den Mutterbäumen unter Moos, Falllaub oder Rasen an einer lichten Stelle. Meist transportieren sie nur eine Frucht im Schnabel, wenn die Mastbäume aber weiter entfernt stehen, können sie mehr als fünf im Kropf (und fast immer eine zusätzliche im Schnabel) bis zu acht Kilometer weit verfrachten. Während des Winters und bis in die Nestlingszeit des nächsten Jahres nutzen die Häher dann ihre Depots, die sie auch nach dem Laubfall und bei tiefem Schnee sicher wiederfinden. Dennoch werden wahrscheinlich nur ca. 16% der versteckten Baumfrüchte wieder ausgegraben (HANDBUCH). Damit verdienen die Häher den Beinamen der „Pflanzer (planteur)“ zu Recht. Eichelhäher waren früher auch eine beliebte Jagdbeute und ihr Fleisch galt als besonders schmackhaft. Ein alter Förster hat mir einmal erzählt, dass es in seiner Jugend wohl in fast jedem hessischen Forsthausgarten eine Häherfalle stand, die für die Fleischeinlage in der Suppe der Försterfamilie sorgte.
    Später, als sich der Nebel langsam hebt, ein Fuchs, Misteldrosseln, Kolkraben und ein diesjähriger Grünspecht. Wie immer alles auf ornitho.de.
    Dr. Jörg Brauneis

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: 0

    Fotograf: Dr. Jörg Brauneis

    Pflanzer im Nebel
  • 02. Sep. 2012 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Allerlei Braunkehlchen

    von Jörg Brauneis

    Bei der Kontrolle der Maisfelder auf Wildschweinschäden gestern Morgen in der Südgemarkung von Eschwege und auf der Domäne Vogelsburg überall Braunkehlchen in den Blühstreifen und Wildäckern, meist auf einer Sonnenblume oder hochgewachsenen Malve als Sitzwarte. Auf der Vogelsburg beerntet ein Flug von mehr als 100 Feldsperlingen die reifenden Sonnenblumen. Außerdem sehr viele Mäusebussarde, Turmfalken, Ringeltauben, Stare und ein Sperber.

    Einzelheiten: ornitho.de

    Dr. Jörg Brauneis

    Das beigefügte Bild zeigt ein Beispiel für erneuerbare Energien: hier wird Mais umgewandelt in neue Bioenergie.

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: 0

    Fotograf: Dr. Jörg Brauneis

    Allerlei Braunkehlchen
  • 02. Sep. 2012 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Sperlingskäuze, eine Vollmondnacht und ein altes Dorf

    von Jörg Brauneis

    Gestern Morgen schon Stunden vor Sonnenaufgang im Schlierbachswald bei Eschwege gewesen (etwas westlich der „Alten Kirche“ im „anderen Hain“).

    Der Vollmond scheint durch die Wolken und das fahle Licht verwandelt den Wald und die Bachwiesen in eine bizarre Märchenlandschaft. Eigentlich habe ich gehofft, dass in dieser hellen Nacht die Sperlingskäuze schon früh anfangen würden zu rufen, aber der Wald bleibt fast unwirklich still, nichts rührt sich, nur in der Ferne schreckt ein Reh.

    Die Flurbezeichnung „Bei der alten Kirche“ weist auf ein im Mittelalter wüst gefallenes Dorf im Schlierbachswald hin, das hier bis etwa 1450 bestanden hat. Damit wurde das Dorf Schlierbach recht spät in der mittelalterlichen Wüstungsperiode aufgegeben. Zuvor hatten sogar noch viele Familien aus Ansiedlungen der Umgebung, die schon früher untergegangen waren, hier Zuflucht gefunden. Schließlich aber waren die Folgen von Pest, Krieg und Missernten auch für die Bewohner von Schlierbach so bedrückend, dass sie beschlossen, ihr Dorf zu verlassen und, nachdem sie lange verhandelt hatten, in die Stadt Eschwege zu ziehen, der sie ihre Dorfgemarkung einbrachten. Noch mehr als zwei Generationen von Schlierbachern pflegten und erhielten von Eschwege aus die alte Kirche im Schlierbach und auch die Pfarrstelle blieb besetzt, um für den Tag der Rückkehr in den Schlierbach vorbereitet zu sein. Schließlich aber verlor sich diese Hoffnung, die Kirche wurde abgebrochen und die Glocken nach Eschwege gebracht. Es gehört nicht viel Phantasie dazu, um in einer Vollmondnacht im Schlierbachswald das Rumpeln der Holzkarren und das Stampfen der Ochsen beim Zug der letzten Schlierbacher über die ausgefahrenen Hohlwege nach Eschwege fühlen zu können.

    In der ersten Dämmerung beginnen drei Waldkäuze fast gleichzeitig zu rufen, aber immer noch kein Sperlingskauz. Längst sind die Kleinvögel erwacht und Rotkehlchen ticken ununterbrochen in den Hecken am Waldrand. Zaunkönige singen. Eine Singdrossel lässt ihren Herbstgesang hören. Schließlich dann etwa eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang beginnt ein Sperlingskauz aus einem Fichtenaltholz heraus mit seinem Reviergesang. Dann ist ein zweiter zu hören und schließlich präsentieren sie das gesamte Gesangsrepertoire mit Vibriergesang, Tonleiter und Überschlag. Nach wenigen Minuten verstummen die Sperlingskäuze wieder. Die Waldkäuze aber rufen und kreischen weiter bis Sonnenaufgang.

    Dr. Jörg Brauneis

    Das beigefügte Bild zeigt den Lebensraum von Sperlingskauz und Waldkauz, Kolkrabe und Mittelspecht im Schlierbachswald bei Eschwege (Forstort: Am steinigten Weg)

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: 0

    Fotograf: Dr. Jörg Brauneis

    Sperlingskäuze, eine Vollmondnacht und ein altes Dorf
  • 25. Aug. 2012 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Herbstgesang im Hochsommer

    von Jörg Brauneis

    Heue Morgen im Schlierbachswald bei Eschwege (Stadtwald von Eschwege; Forstort: Marks Triesch):

    Noch bei völliger Dunkelheit und Sternenhimmel singt ein Waldkauz am Waldrand südlich Oberdünzebach; später dann ist Reviergesang von drei Waldkäuzen von einem Standort aus zu hören.

    Sperlingskäuze: Monotoner Reviergesang von zwei Käuzen ab 5.15 Uhr; ein Standortwechsel kann aber nicht sicher ausgeschlossen werden. Einmal auch Tonleiter mit Überschlag.

    Herbstgesang und Zug der Singvögel:
    Eine Singdrossel trägt einen kurzen Gesang aus wenigen Strophen vor. Einen unvollständigen, verkürzten Herbstgesang läßt auch eine Mönchsgrasmücke hören; Mönchsgrasmücken tragen diesen Herbstgesang (s. HANDBUCH) nach Abschluss der Vollmauser ab Mitte August vor. Herbstgesang auch vom Zilpzalp.
    Zahlreiche Fitise (bis zu 10 Vögel sind gleichzeitig zu sehen) zeigen an, dass der Zug dieser Laubsänger in vollem Gange ist! Eigentlich müsste der größte Teil der Fitise bereits durchgezogen sein, denn nach GATTER (2000) fällt der langjährige Median des Fitisdurchzugs am Randecker Maar (Schwäbische Alb) auf den 16. August.
    In den Kronen der Randeichen einige ziehende Grauschnäpper, die noch gut in der Zeit sind, denn der Median für den Grauschnäpperdurchzug am Randecker Maar ist der 29. August.

    Spektakulär sind 24 im Trupp Richtung Hundsrück / Lotzenkopf fliegende Kolkraben, die bei dem Revierpaar einigen Unwillen auslösen! Schließlich positioniert sich das Revierpaar laut rufend und weithin sichtbar in den Kronenästen einer alten Buche auf dem Kamm des Sommerberges. Von dort aus können die Raben das ganze Werratal und den Schlierbachswald überblicken.

    Fünf Fichtenkreuzschnäbel auf Altfichten mit starkem Zapfenbehang.
    Natürlich Bunt- und Grünspecht, sowie die übrigen Charakterarten der Waldbiozönose. Alles weitere – wie immer – auf ornitho.de!

    Dr. Jörg Brauneis

    Das beigefügte Bild zeigt den Waldlebensraum im Stadtwald von Eschwege kurz nach Sonnenaufgang.

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: 0

    Fotograf: Dr. Jörg Brauneis

    Herbstgesang im Hochsommer
  • 20. Aug. 2012 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Mauersegler

    von Jörg Brauneis

    Heute Abend ein Mauersegler gemeinsam mit sicherlich mehr als hundert Mehlschwalben hoch über der Rotenburger Straße in Eschwege jagend.

    Dr. Jörg Brauneis

    Das beigefügte Bild zeigt eine vom Hirsch beim Fegen zerschlagene Jungfichte auf dem Hohen Meißner oberhalb Bransrode. Dann lässt die Hirschbrunft nicht mehr lange auf sich warten.

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: 0

    Fotograf: Dr. Jörg Brauneis

    Mauersegler
  • 20. Aug. 2012 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Neuntöter auf dem Hohen Meißner

    von Jörg Brauneis

    Gestern Abend auf dem Hohen Meißner: Eine Familie Neuntöter mit zwei flüggen Jungen noch immer am bekannten Brutplatz auf der Viehhauswiese.
    Das Viehhaus ist ein seit mindestens 1592 urkundlich belegtes Gehöft des Klosters Germerode als Beispiel einer Almwirtschaft auf dem Meißner. Bis 1877 weideten hier noch die Viehherden der Dörfer Velmeden und Hausen. In diesem Jahr (1877) wurden die Weiderechte der Dörfer von der preußischen Forstverwaltung im Zuge der Aufforstung der Hochfläche mit Fichten abgelöst. Das Viehhaus wurde 1924 abgerissen. An dieser Stelle errichtete der Kasseler Wintersportverein eine Schutzhütte, die heute noch steht. Die Grundmauern des eigentlichen Viehhausstalles sind heute von einem Schlehen- und Weidengebüsch überwuchert. In dieser Schlehenhecke brüten alljährlich – wie auch in diesem Jahr - die Neuntöter.

    (Einzelheiten zur Geschichte des Meißners in: Manfred Lückert (2011): Der Meißner, Verlag Rockstuhl, Bad Langensalza.)

    Außerdem ein Waschbär an der Kasseler Kuppe (754 m über NN) als Beitrag zur Höhenverbreitung des Waschbären in Hessen.

    Dr. Jörg Brauneis

    Das beigefügte Foto zeigt die Viehauswiese; im Hintergrund das Viehhaus; im Vordergrund (auf der Wiese) die von Gebüschen überwachsenen Grundmauern des altes Stalls. Hier brüten die Neuntöter.

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: 0

    Fotograf: Dr. Jörg Brauneis

    Neuntöter auf dem Hohen Meißner
  • 19. Aug. 2012 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Einiges vom Wald

    von Jörg Brauneis

    Gestern auf dem Hohen Meißner bei Eschwege wieder vielfach Tannenhäher: einer ruft am alten Tagebau Grebestein Richtung Kalbe; drei sitzen auf den Wipfeltrieben der Fichten am Weiberhemdmoor; einer auf einem Fichtenüberhälter auf der großen Windwurffläche zwischen Bransrode und der Altarsteinswand und schließlich fliegen noch zwei über die Kasseler Steinschneise in Höhe der Struthwiese. Eine Hohltaube ruft aus dem Buchenaltholz am Weiberhemdmoor und zwei Kolkraben fliegen über die Kasseler Kuppe.
    Es ist erstaunlich, welche Naturverjüngungskraft die Fichte auf den großen Windwurfflächen der Meißnerhochfläche zeigt. Unter den durch Windwurf und Borkenkäferfraß aufgelichteten Althölzern hatte sich schon ein bürstendichter Teppich aus Jungfichten eingefunden, die jetzt, nachdem die Altfichten fast alle gefallen sind, rasant wachsen und einen neuen, vitalen Fichtenwald bilden. Die Fichte scheint auf dem Hohen Meißner in ihrem ökologischen Optimum zu sein. Es natürlich Unsinn zu behaupten, die Fichte sei auf dem Meißner nicht autochthon. Dies zeugt nur von einer wenig flexiblen Betrachtungsweise biologischer Prozesse. Im Zuge ihrer nacheiszeitlichen Wiederausbreitung hatte die Fichte längst den Thüringer Wald in der unmittelbaren Nachbarschaft des Meißners besiedelt und bereits begonnen in das hügelige Vorland bei Bad Berka und Jena hinabzusteigen. Längst hätte die Fichte den Meißner auf natürlichem Wege erreicht, wenn dies nicht durch die mittelalterliche und frühneuzeitliche Waldverwüstung verhindert worden wäre.
    Jedenfalls ist die Verjüngungskraft der Fichte auf der Meißnerhochfläche der der Buche deutlich überlegen. Auch unter den wenigen Buchenalthölzern auf der Hochfläche verjüngt sich die Fichte viel besser als die Buche. Die jungen Buchen (besonders die unter den Fichtenalthölzern angepflanzten Jungbuchen) leiden massiv unter den häufigen Spätfrösten und den staunassen Böden. So ist es im Frühjahr auf dem Meißner ein normaler Anblick, die mit den Maitrieben prahlenden Fichten neben den durch Spätfröste vergilbten Jungbuchen zu sehen. Der Einfluss des Wildes auf die Entwicklung der jungen Buchen ist höchstens dahingehend interessant, dass die jahrelange kümmernden Buchen viel länger brauchen, um dem Äser des Wildes zu entwachsen.
    Dies alles macht nach meiner Meinung deutlich, dass Naturschutzverbände wie die HGON nicht nur unter avifaunistischen Aspekten den Fichtenwäldern in den Hochlagen der hessischen Mittelgebirge endlich mehr Beachtung schenken und auf eine – unter ökologischen Gesichtspunkten – pfleglichere Behandlung drängen müssen! So dürfte z.B. auf den anmoorigen Böden auf dem Hohen Meißner kein Großmaschineneinsatz erfolgen, und in der Brutzeit sollten überhaupt keine Durchforstungsarbeiten durchgeführt werden.

    Heute Morgen im Schlierbachswald bei Eschwege-Oberdünzebach: In der frühen Morgendämmerung die erregte Rufreihe eines Sperlingskauzes. Der Herbstgesang der Sperlingskäuze scheint also zu begonnen zu haben. Sperlingskäuze besiedeln den Schlierbachswald flächendeckend, scheinen aber unter den letzten, strengen Wintern gelitten zu haben. Außerdem heute Morgen u.a. zwei Kolkraben, ein Wildschwein, einige Rehe und zwei Jungfüchse.

    Dr. Jörg Brauneis

    Das beigefügte Bild zeigt Kurzhaarteckelhündin Pauline, die sich keineswegs – wie das Bild unterstellt – Gedanken über den Fichtenwald auf dem Meißner macht (hier oberhalb Bransrode). Vielmehr hat Pauline die Witterung von Muffelschafen in die Nase bekommen, die sie, da sie sich für einen (etwas zu kleinen) Wolf hält, als ideale Beute betrachtet. Über unseren lautlosen Rückzug war Pauline deshalb sehr enttäuscht.

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: 0

    Fotograf: Dr. Jörg Brauneis

    Einiges vom Wald
  • 18. Aug. 2012 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Zum Wochenende - eine nette Grauspechtgeschicte

    von Maria-Jacinta v. Roeder

    Seit dem Frühjahr haben wir für unsere bauwütigen Mehlschwalben eine Lehmgrube im Garten angelegt, die zur großen Freude aller Vögel täglich mehrmals mit Wasser gefüllt wird. Gerade jetzt während der letzten trockenen Tage merkt man direkt, wie sehr die Vögel auf dieses Ritual warten. Am besten dabei sind aber die Grauspechte! Sie reagieren schon auf das bloße Geräusch des durch den Gartenschlauch strömenden Wassers, auch wenn eigentlich auch nur die Blumen gegossen werden sollen. Sobald das Wasser aufgedreht wird, taucht mindestens ein Grauspecht urplötzlich auf, lässt sich am Stamm eines nahegelegenen Baumes nieder und beobachtet intensiv und auffordernd, wie es jetzt weitergeht. Gerade so als ob er sagen wollte: Blumengießen ist ja schön und gut, aber bilde Dir bloß nicht ein, uns vergessen zu können. Wir haben auch Durst!

    Zur Illustration ein Bild des blühenden Gartens mit einem Kleiber am Vogelhäuschen, der sich gerade ein Weizenkorn geholt hat.

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: 0

    Fotograf: Maria-Jacinta v. Roeder

    Zum Wochenende - eine nette Grauspechtgeschicte
  • 12. Aug. 2012 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Borkenkäfer, Holzkrähen und ein Gelbkehlchen

    von Jörg Brauneis

    Die Borkenkäfer scheinen entschlossen, das warme Sommerwetter zu nutzen und noch eine neue Käfergeneration auf die Reise des Lebens zu schicken. Überall in den vom Sturm schwer vorgeschädigten Fichtenalthölzern rund um die Kasseler Kuppe auf dem Hohen Meißner, fallen jetzt einzelne, vom Borkenkäfer befallene, absterbende Altfichten auf. Meist werden die Bäume von den Holzkrähen (so wurden die Schwarzspechte früher genannt) vollständig entrindet, ehe auch noch die Krone trocken geworden ist. Überall sieht man jetzt Schwarzspechte in den Fichtenwäldern fliegen und hört ihre Rufe.
    Außerdem: zwei Tannenhäher, ein einzelner, männlicher Fichtenkreuzschnabel, ein jagender Sperber und Weidenmeisen.

    Ein alter Waldhase hoppelt die Schneise entlang. Schließlich noch ein zierlich wirkender Baummarder auf der Kasseler Steinschneise (wegen des gelblichen bis rahmfarbenen Kehlflecks auch Gelbkehlchen genannt, im Gegensatz zu Weißkehlchen, dem Steinmarder). Meine Teckelhündin Pauline ist wegen der Hasenspur ganz aufgeregt. Die Marderspur ignoriert sie und sieht mich nur aus den Augenwinkeln an. Wahrscheinlich will sie, nachdem sie heute Nachmittag wegen einer unerlaubten Katzenjagd durch die Nachbargärten mächtig Ärger mit mir hatte, keine neue Aufregung wegen der Verfolgung kleiner Raubsäuger. Schön ist, dass die Baummarder seit etwa zehn Jahren hier in Nordhessen stark zugenommen haben und in allen Waldgebieten anzutreffen sind.

    Dr. Jörg Brauneis

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: 0

    Fotograf:

  • 12. Aug. 2012 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Der Buchenwaldirrtum

    von Jörg Brauneis

    Für alle am Waldnaturschutz und am Schutz der großen Pflanzenfresser interessierten HGON´ler hier ein Hinweis auf eine Neuerscheinung (wir haben ja leider kein Forum):
    Das Heft 28/2012 der Zeitschrift Artenschutzreport, die sicher viele kennen werden, befasst sich mit dem Themenschwerpunkt Megafauna & europäische Biodiversität. Der wesentliche Teil des Heftes ist eine umfassende Bibliographie zu diesem Thema. Das zu gibt es aber (u.a.) einen sehr lesenswerten Einführungsbeitrag von GERKEN & GÖRNER zum Thema. Darin wird noch einmal sehr ausführlich auf das gestörte Verhältnis vieler mitteleuropäischer Ökologen und Naturschützer zur gestaltenden und diversifizierenden Rolle der großen Pflanzenfresser im mitteleuropäischen Wald eingegangen! Jahrzehntelang wurde uns fälschlicherweise der dunkle Buchenwald als „potentielle natürliche Vegetation“ auf dem meisten Waldstandorten Mitteluropas vorgegaukelt. Dabei konnten sich diese Buchenwälder überhaupt nur entwickeln, wenn der Einfluss der großen Pflanzenfresser auf den Wald vom Menschen durch Ausrottung konsequent ausgeschaltet wurde. Letzten Endes hat dieser Buchenwaldirrtum zur Ausweisung solch naturfernen Buchenwälder wie am Edersee als Nationalpark geführt. Diese Buchenwälder können sich nur entwickeln und erhalten, wenn die Reste der Herbivorenfauna im Nationalpark massiv zurückgeschossen („gemanagt“) werden. Es sind doch sowieso nur noch Rothirsch, Damhirsch und Reh übrig geblieben. Ich bin sicher, dass ein intakte oder wiederherstellte Pflanzenfresserfauna am Edersee mit Wildpferd, Wisent, Auerochse, Elch usw.) diese dunkle Buchenwaldtristesse in kurzer Zeit in eine für Mitteleuropa typische Waldsavanne umgestalten würde. Auch das Argument, das Zurückschießen der großen Pflanzenfresser (im Nationalpark verschämt Management genannt) müsste wegen der fehlen Raubtiere erfolgen, ist doch ebenfalls ein Irrtum. Der Luchs spielt quantitativ für die Großsäuger ohnehin keine Rolle, ebenso wie der Bär, denn erstens werden Bären vor Beeren fett, und zweites schlafen sie sowieso das halbe Jahr (liegen sprichwörtlich auf der Bärenhaut). Bleibt doch nur noch der Wolf. Der ist nun tatsächlich ein Faktor. Allerdings in einer wirklich intakten Natur hätten die Wölfe bei für die Pflanzenfresser bedrohlicher Populationsdichte mit Tollwut, Staupe und Räude genug zu tun, und außerdem möchte ich das Wolfsrudel sehen, dass einen Rothirschrudel angreift, wenn es in der Nähe einer Wisentherde geführt mit einem grimmigen Stier steht. In Nordamerika und in den afrikanischen Savannen waren und sind die Großraubtiere ja auch nicht in der Lage, die gewaltigen Huftierherden quantitativ zu beeinflussen.
    Auch in Mitteleuropa gäbe es eigentlich savannenartige Wälder mit riesigen Huftierherden. Dies sollten wir Naturschützer endlich einsehen und als Idealbild des Naturschutzes akzeptieren.
    Also endlich weg vom Buchenwaldirrtum und als Einstieg das neue Heft von Artenschutzreport lesen!!!

    Wald- und Großtiergrüße aus Eschwege

    Jörg Brauneis

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: 0

    Fotograf:

  • 12. Aug. 2012 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Wespenbussarde im Schlierbachswald

    von Jörg Brauneis

    Heute Morgen im Schlierbachswald bei Eschwege zwischen dem Stollmannsgraben und dem Assmannstal über dem Wald am Goldrain eine sehr ruffreudige Wespenbussardfamilie mit mindestens einem Jungvogel kreisend. Die Vögel waren nur zu sehen, wenn sie zufällig über eine Lücke im dichten Kronendach des Waldes flogen. Akustisch ein sehr intensives Beobachtungserlebnis! Die Wespenbussarde trainieren offenbar schon für den bevorstehenden Transsaharaflug.
    Außerdem hier: mindestens zwei Mäusebussarde, zwei Kolkraben (Rufe), eine benutzte Schwarzspechthöhle in einem Buchenaltholz, für dessen Aufnahme ins Altholzinselprogramm der HGON ich mich vor fast dreißig Jahren einmal sehr eingesetzt habe. Überall Buntspechte, Eichelhäher und die übrigen Verdächtigen der Waldbiozönose. (s. ornitho.de)

    Dr. Jörg Brauneis

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: 0

    Fotograf:

  • 09. Aug. 2012 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Bitte um Entschuldigung

    von Jörg Brauneis

    Leider habe ich den Hauptbeitrag zweimal einkopiert. Tut mir leid. Aber am besten zweimal Lesen und dann dem Grünen Band helfen!

    Jörg Brauneis

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: 0

    Fotograf:

  • 09. Aug. 2012 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Nochmals Grünes Band

    von Jörg Brauneis

    Da ich es ja nicht lassen kann, in diesem Forum Bilder mit nicht avifaunistischen Motiven (und mäßiger Qualität) einzustellen, hier noch ein Bild von Landschaftspflegern auf der Gobert (zwischen Volkerode (Thüringen) und Bad Sooden Allendorf (Hessen)). Die Coburger Fuchsschafe wurden in ihrer landschaftspflegerischen Arbeit durch Pauline (meine Kurzhaarteckelhündin) unterbrochen und blicken etwas besorgt.
    Coburger Fuchsschafe gelten - neben den Rhönschafen - als die für die Pflege der Halbtrockenrasen am besten geeignete Schafrasse.

    Dr. Jörg Brauneis

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: 0

    Fotograf: Dr. Jörg Brauneis

    Nochmals Grünes Band
  • 09. Aug. 2012 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Grünes Band „Eichsfeld – Werratal“

    von Jörg Brauneis

    Heute Morgen am Grünen Band „Eichsfeld – Werratal“ auf der Gobert gewesen. Wenig los am Grünen Band zwischen der Ruine des alten Forsthauses Goburg und der Schönen Aussicht. Mehrfach Kolkraben, ein Flug von mindestens neun Fichtenkreuzschnäbeln in der Fichten am alten Forsthaus, überall Kohlmeisen, Kleiber, Ringeltauben und Buntspechte. Bei Kella dann noch ein Turmfalke, wieder Kolkraben und zwei Mäusebussarde. Also schon so etwas wie das Schweigen im Walde an diesem verregneten Vormittag. Immerhin haben die Coburger Fuchsschafe, die das Grüne Band pflegen, Angst vor Pauline, worüber sie sich sehr freut.
    Diese verregnete Stimmung passt ja auch ganz gut zum Zustand des Naturschutzgroßprojekts „Grünes Band Eichsfeld – Werratal“, das durch massiven Widerstand der Landnutzer derzeit sehr schwere Zeiten durchmacht. Dieser Widerstand hat – wie in Deutschland üblich – die Züge eines Glaubenskriegs angenommen. Wollen wir hoffen, dass alles doch noch ein gutes Ende findet. Als Jäger erhoffe ich mir vom Grünen Band viel für den Schutz und das Lebensrecht des so seltenen gewordenen Gobert – Rotwildes.
    Wer sich für das „Grüne Band Eichsfeld – Werratal“ interessiert, der kann noch bis zum 30.08.2012 eine Wanderausstellung im Kreishaus des Werra-Meißner-Kreises, Am Schlossplatz 1 in Eschwege besuchen.
    Natürlich muss man die Region am Grünen Band auch einmal selbst besucht haben. Wanderfalke, Uhu und Wildkatze warten schon. Für mich ist die Gobert der heimliche, hessische Nationalpark. Die Gobert sollte lange, bevor das Ederseegatter in Gespräch kam, tatsächlich auch der erste, hessische Nationalpark werden, was aber schon damals an den zersplitterten Besitzverhältnissen gescheitert ist. Daran konnte auch Willy Bauer nichts ändern.

    Dr. Jörg Brauneis

    Das beigefügte Bild zeigt das Schloss Rothestein über dem Werratal bei Bad Sooden - Allendorf von der Schönen Aussicht aus gesehen. Ebenso unsicher und wolkenverhangen ist auch die Zukunft des Grünen Bandes auf der Gobert.

    Heute Morgen am Grünen Band „Eichsfeld – Werratal“ auf der Gobert gewesen. Wenig los am Grünen Band zwischen der Ruine des alten Forsthauses Goburg und der Schönen Aussicht. Mehrfach Kolkraben, ein Flug von mindestens neun Fichtenkreuzschnäbeln in der Fichten am alten Forsthaus, überall Kohlmeisen, Kleiber, Ringeltauben und Buntspechte. Bei Kella dann noch ein Turmfalke, wieder Kolkraben und zwei Mäusebussarde. Also schon so etwas wie das Schweigen im Walde an diesem verregneten Vormittag. Immerhin haben die Coburger Fuchsschafe, die das Grüne Band pflegen, Angst vor Pauline, worüber sie sich sehr freut.
    Diese verregnete Stimmung passt ja auch ganz gut zum Zustand des Naturschutzgroßprojekts „Grünes Band Eichsfeld – Werratal“, das durch massiven Widerstand der Landnutzer derzeit sehr schwere Zeiten durchmacht. Dieser Widerstand hat – wie in Deutschland üblich – die Züge eines Glaubenskriegs angenommen. Wollen wir hoffen, dass alles doch noch ein gutes Ende findet. Als Jäger erhoffe ich mir vom Grünen Band viel für den Schutz und das Lebensrecht des so seltenen gewordenen Gobert – Rotwildes.
    Wer sich für das „Grüne Band Eichsfeld – Werratal“ interessiert, der kann noch bis zum 30.08.2012 eine Wanderausstellung im Kreishaus des Werra-Meißner-Kreises, Am Schlossplatz 1 in Eschwege besuchen.
    Natürlich muss man die Region am Grünen Band auch einmal selbst besucht haben. Wanderfalke, Uhu und Wildkatze warten schon. Für mich ist die Gobert der heimliche, hessische Nationalpark. Die Gobert sollte lange, bevor das Ederseegatter in Gespräch kam, tatsächlich auch der erste, hessische Nationalpark werden, was aber schon damals an den zersplitterten Besitzverhältnissen gescheitert ist. Daran konnte auch Willy Bauer nicht ändern.

    Dr. Jörg Brauneis

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: 0

    Fotograf: Dr. Jörg Brauneis

    Grünes Band „Eichsfeld – Werratal“
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