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  • 31. Dez. 2011 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Werraaue bei Eschwege am Silvestertag 2011

    von Dr. Jörg Brauneis

    Heute am frühen Nachmittag lagen mehr als 250 Graugänse auf dem Winterraps in der Blutwiese unter dem Großen Leuchtberg bei Eschwege. Dabei wieder eine Familie Blässgänse mit drei diesjährigen Jungen. Blässgänse sind seit dem 3.12. im Gebiet. Alle Gänse sind sehr scheu und fliegen bei Annäherung des Autos auf mehrere hundert Meter Entfernung auf, obwohl sie in unserem Jagdbezirk nicht bejagt wurden und höchstens die eifrig über die Äcker kommende Pauline (meine Teckelhündin) zu fürchten haben, wenn sich die Landwirte gar zu sehr über Gänseschäden beklagen. Auch und besonders im milden Licht der grauen Wintertage betrachtet, ist aber Pauline keine wirkliche Gefahr für die Gänse, eher schon für die Wühlmäuse. Schön, dass die Gänse auf dem anderen Werraufer gleich wieder auf den Wintersaaten des Ritterguts Schwebda einfallen.
    Im NSG Mönchesrieth bei Grebendorf als Besonderheit 18 Graureiher (viele diesjährige) auf den angrenzenden Maßholderwiesen (die durch die Gier nach erneuerbarer Energie längst keine Wiesen, sondern Maisäcker sind. Wahrscheinlich wird diese Energie dann verwendet, um die nordhessischen „Sehenswürdigkeiten“ die ganze Nacht anzustrahlen, an die an die Zugvögel anfliegen – schöne neue Welt der erneuerbaren Energie!). 4 prächtige Schellerpel auf dem Wasser.
    Auf dem benachbarten Werratalsee mindestens 122 Tafelenten (fast ausschließlich Erpel) und geschätzte 2000 Reiherenten, ein Silberreiher und mindestens 4 Graureiher. Am Kormoranschlafplatz sind am frühen Nachmittag nur 128 Vögel, aber es sind auch noch nicht alle heimgekehrt. Auch hier auf dem Wasser nochmals mehr als 250 Graugänse und 7 Gänsesäger.
    Ein gesundes und glückliches Jahr 2012 für alle Vogelkundler und Naturschützer wünscht aus Eschwege
    Jörg Brauneis

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: Kiesteiche Eschwege

    Fotograf:

  • 25. Dez. 2011 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Werraaue bei Eschwege am Weihnachtstag 2011

    von Jörg Brauneis

    Heute Morgen am Werratalsee neben den üblichen Verdächtigen 3 Silberreiher, 11 Graureiher; mindestens 172 Kormorane im Gebiet; mindestens 70 Tafelenten (wieder fast nur Erpel).
    Im NSG „Mönchesrieth bei Grebendorf“ dann noch 6 Schellenten (davon 4 Erpel im Prachtkleid prahlend) und 2 Gänsesäger, hier auch mal wieder eine Teichralle.
    Die Gänse musste ich lange suchen, bis ich sie dann westlich von Meinhard – Frieda auf einer Wintersaat sitzend fand: mindestens 350 Graugänse, dabei – wie schon seit Wochen – eine Familie Blässgänse (drei diesjährige) und 4 Nilgänse.
    Ein Raubwürger auf der Spitze eines Apfelbaums anwartend in der Blutwiese unter dem Großen Leuchtberg; hier auch zwei Kolkraben und fünf Feldlerchen.
    Je ein Grünspecht ruft vom Großen Leuchtberg und aus dem NSG „Werraaltarm bei Schwebda“.
    Frohe Weihnachten aus dem Werra-Meißner-Kreis für alle Vogelkundler und Naturschützer wünscht
    Jörg Brauneis

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: Kiesteiche Eschwege

    Fotograf: Dr. Jörg Brauneis

    Werraaue bei Eschwege am Weihnachtstag 2011
  • 20. Dez. 2011 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Werratalsee bei Eschwege

    von Jörg Brauneis

    Von Witzenhausen kommend noch ein kurzer Blick auf den Werratalsee:
    Mindestens 430 Graugänse auf dem Wasser (sind sicher wieder von den Nahrungsflächen vertrieben worden); dabei eine Familie Blässgänse (3 diesjährige). Mindestens 264 Kormorane (sind nicht genau zu zählen, da allein 176 am Schlafplatz und mehrere großes Gruppen auf dem See fischend). Die Kormorane sind sicher derzeit die auffälligsten Wasservögel auf und über dem Werratalsee! Eine adulte Sturmmöwe. 3 Silberreiher. 11 Gänsesäger (sieben weibchenfarben).
    Die hunderte von Reiherenten, Bläßrallen, auch die Tafel- und Stockenten und die vielen Haubentaucher heute nicht gezählt.
    Über die Gänse gibt es – wie jedes Jahr – auch schon wieder Klagen aus der Landwirtschaft. Die Bauern fürchten, dass die Gänse besonders auf den Winterrapsschlägen die Pflanzen vor allem durch Tritt beschädigen. Diese Klagen der Landwirte sollte man schon ernst nehmen, vor allem im Interesse der Gänse. Am besten wäre es, das Land würde diese Schäden feststellen lassen und dann auch ersetzen!
    Dr. Jörg Brauneis

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: Kiesteiche Eschwege

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  • 16. Dez. 2011 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Werratalsee bei Eschwege

    von Jörg Brauneis

    Heute Mittag am vom Regensturm umbrausten und daher fast menschenleeren Werratalsee bei Eschwege (alles Mindestzahlen, da nur ein Teil des 110 Hektar großen Gewässers gezählt wurde:
    Kormoran: 148, überall große Gruppen gemeinschaftlich fischend, über dem See ständig zahlreiche Kormorane in der Luft. Reiherenten und Bläßrallen: je mehrere Hundert. Schellenten: ein Paar.
    Gänsesäger: 7 (3 Männchen). Tafelenten: 97 (fast ausschließlich Erpel). Silberreiher: 6 Graureiher: 8. Haubentaucher: 26. Stockenten: 60. Nilgänse 5.

    Dr. Jörg Brauneis


    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: Kiesteiche Eschwege

    Fotograf:

  • 07. Dez. 2011 Mitglied im HGON Birdnet Club

    NSG Werraaltarm und Werraaue bei Albungen

    von Jörg Brauneis

    Heute Mittag beim Vorbeifahren auf der Bundesstraße einen Silberreiher gesehen.

    Dr. Jörg Brauneis

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: Kiesteiche Eschwege

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  • 03. Dez. 2011 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Wasservogelwelt im Werratal bei Eschwege

    von Jörg Brauneis

    Heute Nachmittag bei stürmischem Wind und Regen am Werratalsee bei Eschwege:
    Haubentaucher 27; Tafelenten 65; Kormorane mindestens 236 (in großen Gruppen fischend; ein Kormoran erbeutet einen Flussbarsch Perca fluviatilis von etwa 250 g): Graureiher 9; Silberreiher 2; Dreizehenmöwe (1. Winter).
    Im benachbarten NSG „Mönchesrieth bei Grebendorf“: Bläßrallen 11; Stockenten 13; Kormorane 16; Reinerenten ca. 350; Gänsesäger 9 (4 weibchenfarben); Tafelenten 8; Schellenten 3 (2 weibchenfarben); auf den benachbarten Maßholderwiesen ca. 350 Graugänse und 11 Blässgänse.

    Dr. Jörg Brauneis

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: Kiesteiche Eschwege

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  • 30. Nov. 2011 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Wasservogelwelt bei Eschwege

    von Jörg Brauneis

    Heute Morgen im NSG „Mönchesrieth bei Grebendorf“: 3 Schellerpel im Prachtkleid.

    Am benachbarten Werratalsee: Silberreiher 6; Graureiher 8; Gänsesäger 4 (3 Männchen); Haubentaucher 35; Kormorane 213 (vom Schlafplatz auf der Insel abfliegend); Dohlen 31 (in mehreren kleinen Truppe überfliegend); Nilgänse 2 und das Paar, das noch sechs unselbstständige Junge führt; Tafelenten 58 (meist Erpel); dazu hunderte Reiherenten und Bläßrallen, ca. 100 Stockenten.

    Dr. Jörg Brauneis

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: Kiesteiche Eschwege

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  • 26. Nov. 2011 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Gänsesäger, Schellente, Silberreiher und mehr

    von Jörg Brauneis

    Heute am frühen Nachmittag eines grauen Novembertages am Werratalsee bei Eschwege: 113 Kormorane in den Schlafbäumen auf der Insel und mehr als 42 auf dem See; ca. 300 Graugänse fliegen nach einer Störung aus der Blutwiese vom anderen Werraufer her ein; mindestens 12 Graureiher, aber nur ein Silberreiher; 19 Haubentaucher; 2 Zwergtaucher; ein Gänsesäger (Männchen); ein Paar Nilgänse mit einer verspäteten Brut von 6 Gösseln, die gerade ihr Dunenkleid verlieren; Tafelenten 60 (weiter ganz überwiegend Erpel); mehrere hundert Reiherenten und Bläßrallen.
    Im benachbarten NSG „Mönchesrieth bei Grebendorf“ nicht viel los, da heute relativ wenige Störungen am Werratalsee: ein Flug Feldsperlinge (ca. 20) in den Hecken; 10 Dohlen überfliegend; 10 Bläßrallen; 1 Graureiher; 4 Stockenten; 1 Kormoran, aber immerhin eine Schellente.

    Dr. Jörg Brauneis

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: Kiesteiche Eschwege

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  • 29. Okt. 2011 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Wasservögel bei Eschwege

    von Jörg Brauneis

    NSG Mönchesrieth bei Grebendorf: Kormorane 29; Reiherenten ca. 400; Tafelenten 8; Haubentaucher 12; einige Stockenten; 215 Graugänse auf den angrenzenden Maßholderwiesen. Auf dem gegenüberliegenden Werratalsee (Ostufer) bei starken Störungen durch Erholungssuchende: ca. 70 Tafelenten (fast nur Erpel); mehrere hundert Reiherenten; 9 Nilgänse; 25 Kormorane.

    Dr. Jörg Brauneis

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: Kiesteiche Eschwege

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  • 09. Okt. 2011 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Vogelwelt am Werratalsee

    von Jörg Brauneis

    Heute Morgen am Dank der Formel I nur von wenigen Menschen besuchten Werratalsee:
    Ein Paar Nilgänse führt 13 Gössel, die erst einige Wochen alt sind; ein weiteres Paar mit 6 noch deutlich jüngeren Gösseln. Ein Paar Haubentaucher füttert ein bettelndes Junges, das noch recht klein ist. Insgesamt etwa 200 Nilgänse am See und auf den angrenzenden Feldern. Je mehrere hundert Bläßrallen, Reiherenten, Stockenten. Allein vom Nordufer aus 45 Tafelenten (ganz überwiegend Erpel). 3 Löffelenten. Einige Graureiher und Kormorane. Bemerkenswert 4 Rauchschwalben über dem Wasser am Schilfgürtel entlang fliegend. Überall sehr viele Bachstelzen (Zug).

    Im gegenüberliegenden NSG Mönchesrieth bei Grebendorf:
    22 Reiherenten; 5 Bläßrallen; 2 Graureiher; 2 Mäusebussarde; 5 Haubentaucher; 10 Kormorane.
    Auf einem östlich des NSG liegenden, abgeernteten Energiemaisacker fallen in der aufgehenden Sonne nach und nach ca. 350 Stockenten ein. Ein herrliches Bild wenn die klingelnden Schoofe, von der Sonne beschienen, über dem Acker kreisen. Dabei ca. 50 Nilgänse; 5 Ringeltauben, 5 Dohlen; zahlreiche Bachstelzen; einige Goldammern und ein Flug Haussperlinge (vom nahen Dorf).
    So gibt die Energiewende mit den Ernteresten der Vogelwelt etwas zurück, was sie ihr über Verarmung der Feldbiozönose und vor allem durch die Windenergieanlagen, die Vögel und Fledermäuse töten, zurück.

    Dr. Jörg Brauneis

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: Kiesteiche Eschwege

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  • 03. Okt. 2011 Mitglied im HGON Birdnet Club

    NSG Mönchesrieth bei Grebendorf

    von Jörg Brauneis

    Heute Abend im NSG Mönchesrieth bei Grebendorf. Durch intensive und nicht zulässige Freizeitnutzung im NSG (Grillen, Baden, Hundeschwimmen usw.), die besonders vom Weg an der Ostseite stattfindet war die Wasservögel entweder alle in einem schmalen Streifen zusammengedrängt oder hielten sich mit weitem Abstand vom Ufer auf den angrenzenden Äckern aus. Diese Situation ist besonders ärgerlich, da der benachbarte Werratalsee (115 Hektar!) an Wochenenden wie diesem durch Hochdruckfreizeitnutzung als Wasservogellebensraum völlig ausfällt.
    Eine Überwachung der Naturschutzverordnung scheint nicht stattzufinden.
    Dennoch: auf den Äckern 3 Graureiher und ca. 140 Nilgänse. Auf dem Teich 8 Kormorane; 26 Haubentaucher; ca. 60 Tafelenten; ca. 100 Reiherenten; einige Graugänse.
    Hoffentlich kommt bald der Herbst mit Wind und Regen und Kälte!

    Dr. Jörg Brauneis

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: Kiesteiche Eschwege

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  • 21. Aug. 2011 Mitglied im HGON Birdnet Club

    NSG Mönchesrieth bei Grebendorf

    von Jörg Brauneis

    Stockenten 46; 6 Graugänse auf dem Kiesteich und mindestens 200 weitere zur Äsung auf den angrenzenden Maßholderwiesen; 10 Haubentaucher (viele diesjährige); 43 Reiherenten; 16 Tafelenten; 5 Kormorane; 10 Nilgänse.
    Ein heftiges Gewitter bricht los!

    Dr. Jörg Brauneis

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: Kiesteiche Eschwege

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  • 03. Jul. 2011 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Unglück in der Uferschwalbenkolonie und ein Schwarzer Schwan

    von Jörg Brauneis

    Auf dem Weg zum Kiesabbaugebiet im Niederhoner Feld in der Werraaue bei Eschwege – Niederhone überall Schafstelzen über den Weizen- und Zuckerrübenäckern dieser eintönigen Agrarlandschaft. Nachdem die Schafstelzen über Jahre zur Brutzeit im Werratal bei Eschwege fast verschwunden waren, sind sie nun in beachtlicher Zahl zurückgekehrt und konnten in diesem Jahr sowohl in den beiden Nordquadranten des MTB 4826 (Eschwege), als auch im Südostquadrant des MTB 4726 (Grebendorf) nachgewiesen werden. Wieso diese einstigen Wiesenvögel gerade die ausgeräumtesten Ackerfluren besiedeln, bleibt unklar. Vielleicht liegen die Ursachen irgendwo in den Überwinterungsgebieten im tropischen Afrika oder auf den Zugrouten.
    An der Uferschwalbenkolonie im Kiesabbaugebiet herrscht starker Betrieb. In vielen Röhren wird gefüttert. Insgesamt habe ich 100 Röhren gezählt, von denen geschätzt 80% befolgen sind. In der Mitte der Brutkolonie ist die Steilwand auf mehreren Metern Breite abgebrochen. Hier sind sicher zahlreiche Bruten verloren gegangen.

    Zwei Paare Flussregenpfeifer sind noch im Brutrevier. Ein Paar Nilgänse führt 6 fast erwachsene Gössel. 1 Turmfalke; 1 Schwarzer Milan; 1 diesjähriger Graureiher; 7 Reiherenten; 1 Tafelerpel; 7 Höckerschwäne - und ein Schwarzer Schwan.

    Dr. Jörg Brauneis

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: Kiesteiche Eschwege

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  • 23. Jun. 2011 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Werraaue bei Eschwege

    von Jörg Brauneis

    Heute Nachmittag im Eschweger Werrabecken:
    NSG „Mönchesrieth bei Grebendorf“: Graugänse 26; Höckerschwan 1; Stockenten 4; Reiherenten 10; Tafelenten 5 (nur Erpel); Haubentaucher 2; Graureiher 5 (davon 3 diesjährige); Teichrohrsänger 4 singende Männchen; eine Familie Rohrammern; mehrere Schafstelzen.
    Altes Kieswerk am Werratalsee: 1 Familie Hausrotschwänze; 1 Familie Bachstelzen; Fitis 1 sM; Goldammer 2 sM; Rohrammer 3 sM; 17 Höckerschwäne (keine diesjährigen); 2 Flussregenpfeifer; 2 Nilgänse.
    Ein Sumpfrohrsänger singt am großen Werrawehr bei Eschwege.

    Auch nach meinem Eindruck in diesem Jahr nur wenige Sumpfrohrsänger (und auch wenige Feldschwirle), bisher noch gar keine Schlagschwirle im Werratal gehört!!

    Dr. Jörg Brauneis

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: Kiesteiche Eschwege

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  • 05. Jun. 2011 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Drosselrohrsänger singen bei Gewitter

    von Jörg Brauneis

    Heute Abend im NSG „Kiesteich unter der Aue´schen Kugel“ bei Wanfried gewesen. Zwei Drosselrohrsänger singen gegen das Grollen des heraufziehenden Gewitters an. Damit besteht nach den METHODENSTANDARDS für diese beiden Brutverdacht, da im Abstand von mindestens 7 Tagen gehört (davon einmal Anfang Juni). Letzte Woche waren es noch drei Sänger. Leider konnte ich wegen des losbrechenden Gewitters nicht länger warten.
    In unserem neuen Buch „Vögel in Hessen“ wird berichtet, dass 1932 allein am Werraaltwasser bei Albungen 50 Drosselrohsänger sangen. (Zitiert nach GEBHARDT&SUNKEL, 1954, die sich wiederum auf eine Veröffentlichung von HARTMANN, C. [aus der Vogelfauna Niederhessens. V.-ring 5, 1933, Heft 1, S.28 und 5, 1933, Heft 2/3, S. 45] berufen.)
    Bis zu 50 singenden Drosselrohrsängern ist es noch ein langer Weg, aber ein Zehntel haben wir in diesem Jahr geschafft und dabei wurden viele potenzielle Lebensräume noch gar nicht kontrolliert.
    Erstaunlich für mich ist immer wieder, mit welchen kleinen Schilfbänken die Drosselrohrsänger zufrieden sind.

    Dr. Jörg Brauneis

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: Kiesteiche Eschwege

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  • 29. Mai. 2011 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Fehlerkorrektur

    von Jörg Brauneis

    In meiner heutigen Meldung muss es heißen: "Auch hier - zu meiner Überraschung - ein Paar Flussregenpfeifer!" Nicht Flussuferläufer!
    Also ein Paar Flussregenpfeifer (!) am großen Werrawehr bei Eschwege!

    Dr. Jörg Brauneis

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: Kiesteiche Eschwege

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  • 29. Mai. 2011 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Flussregenpfeifer in zweierlei Lebensräumen

    von Jörg Brauneis

    Für die Brutvogelkartierungen in Hessen 2011 sind ja auch die Flussregenpfeifer interessant. Deshalb habe ich mich heute gegen Abend aufgemacht, mit meiner Teckelhündin Pauline, im Kieswerk bei Eschwege-Niederhone Nachschau zu halten. In der Eschweger Gemarkung Niederhone ist die Werraaue seit mehr als siebzig Jahren vollständig ausgeräumt und bretteben. Dies hängt damit zusammen, dass hier im letzten Weltkrieg die Start- und Landebahn eines Militärflugplatzes gebaut wurde. Später wurden die Flächen dann wieder landwirtschaftlich genutzt, bzw. nach und nach für die Nutzung als Industriegebiet aufgeschüttet. Seit einigen Jahren wird hier nun ein Kieswerk betrieben. Bald werden die landwirtschaftlich nutzbaren Flächen ganz verschwunden sein. Wenn man diesen jahrzehntelangen Raubbau an den besten Ackerböden so beobachtet, dann fragt man sich, wo denn all die nachwachsenden Rohstoffe angebaut werden sollen, die ja unter anderem den schmutzigen Atomstrom so mühelos ersetzen sollen. Vor Jahren wurde man als Naturschützer ausgelacht, wenn man auf die Endlichkeit der Ressource Ackerboden hingewiesen hat.
    Also nun, im und um das Kieswerk bei Eschwege-Niederhone: 38 Reiherenten; 2 Tafelerpel; 2 Höckerschwäne; ein Paar Nilgänse führt 6 Gössel; ein Rotschenkel an einem Flachufer; ein Roter Milan; ein Turmfalke; eine Schafstelze (Futter tragend). Über den Kiesteichen Wolken von Uferschwalben und schließlich am Ostrand des Kiesabbaugebiets eine Uferschwalbenkolonie mit mindestens 54 beflogenen Röhren. Ein Feldhase – sehr zur Freude von Pauline. Zwei Paare Flussregenpfeifer – jeweils mit balzfliegenden Männchen.
    Zum Abschluss dann noch einmal am Großen Wehr der Werra oberhalb Eschweges gewesen (Nordwestquadrant MTB 4826 Eschwege): Auch hier – zu meiner Überraschung - ein Paar Flussuferläufer! Möglicher Weise ist es in diesem Jahr durch die anhaltende Trockenheit mit freiliegenden Kiesbänken im alten Werraarm zu einer Ansiedlung gekommen. Dies ist die einzige, mir bekannte Ansiedlung im Eschweger Werrabecken außerhalb eines Kieswerks in einem relativ natürlichen Lebensraum. Außerdem hier: ca. 10 Stockenten (meist Erpel), eine Stockente führt 8 Dunenjunge; eine Bachstelze, ein Teichrohrsänger singt; 2 Höckerschwäne; 2 Wacholder drosseln baden in dem wenigen Wasser, das noch über die Fischtreppe fließt; ein Graureiher.

    Herzliche Grüße an Frau Krüger-Wiegand und alles Gute für das prächtige Tierkind im Schwalm-Eder-Kreis.

    Jörg Brauneis

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: Kiesteiche Eschwege

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  • 28. Mai. 2011 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Drosselrohrsänger und weiße Schwänchen!

    von Jörg Brauneis

    Heute Morgen in einem als Bauschuttdeponie dienenden Kiesabbaugelände zwischen Meinhard – Grebendorf und Meinhard – Schwebda:
    Jeweils singende Männchen: Fitis 2; Dorngrasmücke 1; Goldammer 1; Nachtigall 1; Rohrammer mindestens 5 und ein futtertragendes Weibchen; Teichrohrsänger 2; Sumpfrohrsänger 1. Kuckuck ruft. Ein Paar Reiherenten und zwei Feldhasen. Ein Rohrschwirl singt aus dem Schilfgebiet jenseits der Bundesstraße 249.

    Drosselrohrsänger:
    Ein singendes Männchen im NSG „Mönchesrieth bei Grebendorf;
    Ein singendes Männchen am Ostufer des Werratalsees;
    Drei (!) singende Männchen im NSG „ Kiesteich unter der Aue´schen Kugel“ bei Wanfried.
    Damit singen im Nordostquadranten des MTB 4826 (Eschwege) in diesem Jahr fünf Drosselrohrsänger. Diese Zahl wurde meines Wissens bisher noch nie erreicht!

    Außerdem im NSG „Kiesteich unter der Aue´schen Kugel“:
    Ein Paar Bläßrallen führt 6 Junge, ein weiteres 5. Eine Nilgans führt ein Junges. Ein Schwarzer Milan in einem Hybridpappelwäldchen in der Nähe des NSG. Drei Paare Haubentaucher (eines brütet, keine Jungen).
    Ein Paar Höckerschwäne führt 4 Junge, davon drei weiße. Diese weißen Dunenjungen der Höckerschwäne werden als Mutante „immutabilis“ (d.h. unveränderlich) bezeichnet. Diese Schwänchen sind schon im Dunenkleid völlig weiß, d.h. sie verändern ihre Färbung beim Wechsel ins Alterskleid nicht, während die grauen Dunenjungen ihre Farbe ändern. Die weiße Färbung der Schwanenküken gilt aus Ausdruck von (Teil-) Domestikation, da Höckerschwäne früher oft von den Landesfürsten als Ziergeflügel und zur Bereicherung der fürstlichen Tafel bei Schauessen gehalten wurden. Die erste Haltung von Höckerschwänen in Hessen ist für das Jahr 1578 belegt, als Landgraf Wilhelm IV. vier Schwäne von der Gräfin von Tecklenburg anlässlich einer bevorstehenden Kindstaufe erhielt. Diese Schwäne wurden auf dem Festungsgraben von Ziegenhain gehalten. (LANDAU, G.: Die Geschichte der Jagd und der Falknerei in beiden Hessen. Kassel 1849, s. 297).

    Dr. Jörg Brauneis

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: Kiesteiche Eschwege

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  • 24. Mai. 2011 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Dies und das aus dem Werratal

    von Jörg Brauneis

    Nicht viel los in den Naturschutzgebieten in der Werraaue zwischen Eschwege und Wanfried an diesem kühlen, windigen Abend:

    NSG „Werraaltarm bei Schwebda“: Mönchsgrasmücke 3 singende Männchen; Zilp-Zalp 3 sM; Buchfink 3 sM; Teichrohrsänger 3 sM; Singdrossel und Amsel je 1 sM; ein Kuckuck ruft; eine tote Ringelnatter auf dem Weg.
    NSG „Kiesteich bei Frieda“: endlich ein Paar Neuntöter, damit sind sie auch im Werratal eingetroffen; ein Kuckuck (graue Phase); ein Feldschwirl singt.
    Die Naturschutzgebiete in der Werraaue im Werra-Meißner-Kreis sind sämtlich durch Wege praktisch nicht erschlossen, Beobachtungsstände gibt es nicht. Was für die Natur gut ist, hat natürlich den Nachteil, das Wasser und Röhrichtbestände sich der Beobachtung fast völlig entziehen. Damit bleiben viele Arten unbeobachtet, das heißt ohne Nachweis. Da bei Behördenentscheidungen aber nur Artenlisten zählen, kann dies zu einer dramatischen, vielleicht gefährlichen Unterbewertung der Naturschutzgebiete führen.

    Heute Morgen schlägt die erste Wachtel des Jahres aus einem Wintergetreideschlag in der Feldgemarkung südlich Eschwege (Flurname: „Am Alten Gericht“).

    Eben steht ein starker Rehbock in der Wiese hinter unserem Haus. Hoffentlich muss ich ihn nicht auch – wie die meisten seiner Vorgänger – irgendwann nachts auf der Bundesstraße auflesen.

    Dr. Jörg Brauneis

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: Kiesteiche Eschwege

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  • 22. Mai. 2011 Mitglied im HGON Birdnet Club

    Blaukehlchen, Drosselrohrsänger und viele Schafstelzen

    von Jörg Brauneis

    Heute Abend am Blaukehlchenbrutplatz im alten Kieswerk am Werratalsee bei Eschwege: leider nur Blaukehlchenmännchen mit Revierverhalten und verhaltenem Gesang; mindestens 4 singende Rohrammern; ein Fitis singt; 2 Teichrohrsänger singen; ein Kuckuck ruft; ein Schwarzer Milan sammelt tote Fische am Spülsaum des Werratalsees; mindestens vier Flußregenpfeifer mit Revierverhalten. Auf dem See Reiherenten, Stockenten, Höckerschwäne, Bläßrallen und Haubentaucher. Auf dem westlichsten See ein Kindergarten von ca. 160 diesjährigen Graugänsen mit ihren Eltern (ca. 32 erwachsene Gänse); bei diesen Gänsen eine einzelne Nonnengans.
    1 Schafstelze auf einer Sitzwarte.

    Im benachbarten NSG „Mönchesrieth bei Grebendorf“ 84 Graugänse (alles Nichtbrüter); 3 Nilgänse; 2 Bläßrallen; 5 Höckerschwäne; eine Schafstelze (futtertragend) und schließlich noch ein sehr unmelodisch singender Drosselrohrsänger im Schilf.

    Später auf der Domäne Vogelsburg bei Eschwege eine Schafstelze auf einer Sitzwarte im Wintergetreide mit Revierverhalten; ein junger, vielleicht zweijähriger Rehbock steht selbstbewusst an der Wildschutzhecke, prahlt mit den blankgefegten Enden seines Gehörns in der Abendsonne und scheint sichtlich zufrieden mit sich, nun erstmals im Leben ein eigenes Revier erobert zu haben.
    Der Roggen blüht auch schon (die Pollenallergiker werden es merken). Wenn der Roggen bei Trockenheit früh blüht, so hieß das in früheren Zeiten, das es für die Bauern ein armes Jahr geben und die Jagd (gemeint war die Jagd auf Rebhühner) in diesem Jahr schlecht sein wird. (Vermutlich durch die fehlende Insektennahrung während der Kükenaufzucht.)

    Dr. Jörg Brauneis

    Landkreis: Werra-Meißner

    Vogelgebiet: Kiesteiche Eschwege

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