Vogelbeobachtungsgebiete

Inselrhein (mit Teichgebiet Schierstein)


Lage:

Rheinstrom zwischen Wiesbaden/Mainz und Rüdesheim/Bingen grenzüberschreitend Hessen u. Rheinland-Pfalz  (Kreise WI, MZ,RÜD)

Schutzstatus:

Europäisches Vogelschutzgebiet, Teilbereiche mit dem Prädikat „Europareservat“ versehen und als RAMSAR-Gebiet (Feuchtgebiet internationaler Bedeutung) benannt, Inseln und Teile der Uferzonen als NSG ausgewiesen.

 

Lebensräume:

Die Bedeutung des Gebietes ergibt sich durch seine natürliche Ausstattung mit den großen Wasserflächen (Rhein bis zu 1 km breit), einer Reihe von Inseln und durch Strombauwerke (Leitwerke u. Buhnen) entstandenen Stillwasserzonen sowie die Uferbereiche mit teilweise noch vorhandenen Auen und Auwaldresten.

Größe:
1675 ha (nur hessischer Anteil)

 

Entstehungsgeschichte und HGON-Anteil:

Der heute erreichte hohe Schutzstatus einschließlich der Befahrenregelungen für Wasserfahrzeuge, die auf der Bundeswasserstraße zum Schutz der Wasservögel erlassen wurden, ist in jahrelangem Kampf ganz überwiegend durch die HGON erstritten worden. Die Namen Willy Bauer und Hans-Peter Goerlich sind hier an vorderster Stelle zu nennen!

 

Anfahrtsbeschreibung und Routen:

Aufgrund der Ausdehnung des Inselrheins über fast 30 Km Länge, gibt es eine ganze Reihe von Anfahrmöglichkeiten. Der Rhein kann beidseitig auf den Uferwegen („Leinpfad“) durchgängig begangen werden. Ausgangspunkte für eine Wanderung können deshalb beliebig gewählt werden. Linksrheinisch erfolgt die Anfahrt über die A 60 Mainz-Bingen mit den Abfahrten Ingelheim Ost (zum Rheinufer bei Heidenfahrt gegenüber Ostspitze Mariannenaue), Ingelheim West (zum Rheinuferzugang Ingelheim Nord Autofähre, Parkplatz links vor Bootshaus) und Bingen Ost (zum Rheinuferzugang bei Gaulsheim): etwa Ortsmitte Abzweig zum NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen, von dort Fahrweg bis zu einem Parkplatz in Rheinufernähe. Da die Uferbereiche linksrheinisch noch naturnäher erhalten sind und man überwiegend das Licht im Rücken hat, empfehlen sich Beobachtungen von dort aus. Für jeweils eine Wanderung lohnen sich die Abschnitte von Gaulsheim bzw. der ehemaligen Hindenburgbrücke bis Ingelheim Nord oder von Ingelheim Nord bis Heidenfahrt.

Rechtsrheinisch erfolgt die Anfahrt über die A 66/B42 von Wiesbaden Richtung Rüdesheim. Dort sind folgende Ausgangspunkte zu empfehlen: Hattenheim Campingplatz, Rüdesheim von Rheinpromenade rheinaufwärts über Hafen Richtung Geisenheim, Mittelheim/Winkel (Blick auf die Winkeler Aue mit 100 Paaren Graugänsen sowie Kanadagänsen und Nilgänsen).

Achtung: An schönen Wochenenden stark überlaufen!

 

Vögel:

  Brutvögel Rastvögel Wintergäste
1. Kormoran Silberreiher Seetaucher
2. Graureiher Löffelente Gänsesäger
3. Graugans Flussuferläufer Zwergsäger
4. Kanadagans Waldwasserläufer Schellente
5. Mittelmeermöwe Kiebitz Schnatterente
6. Grünspecht Seeschwalben spec. Pfeifente
7. Kleinspecht Haubentaucher Krickente
8. Mittelspecht Zwergtaucher Silbermöwe
9. Grauspecht Knäckente Sturmmöwe
10. Nachtigall Zwergmöwe Steppenmöwe
11. Kuckuck   Meeresenten
12. Schwarzmilan   Eisvogel
13. Pirol   Gebirgsstelze
14. Saatkrähe   Mittelsäger
15. Dohle    
16. Baumfalke Fischadler  
17. Gelbspötter    
18. Orpheusspötter    
19. Hohltaube    
20. Turteltaube    


Anmerkung: Ein Teil der Wasservögel ist ganzjährig anwesend (z.B. Graugans); auch lässt sich nicht immer eine klare Trennung zwischen Rastvögeln und Wintergästen durchführen (z.B. Haubentaucher, Eisvogel).

Beste Jahreszeit:

Im Hochwinter größte Ansammlungen von Wasservögeln; April, Mai, Juni Brutvögel anwesend, außerdem Durchzug von Seeschwalben und Limikolen möglich, Fischadler April+September, Frühjahr+Herbst  Durchzug z.B. Löffelenten. In den Sommermonaten bis in den Frühherbst sehr viel Freizeitbetrieb (Boote etc.), deshalb oft wenig zu beobachten. Es können aber das ganze Jahr über interessante und auch äußerst seltene Vogelarten auftauchen! Dies gilt insbesondere bei sehr niedrigem Wasserstand (Pegel Bingen unter 100cm).

Beste Tageszeit:

Morgens,vormittags; im Winter auch ganztägig.

HGON-Betreuer:

Ingo Hausch

ingo.hausch(at)hgon.de

 

Beobachtungsdaten in diesem Gebiet sammelt:

Ingo Hausch, s.o.

Johannes Reufenheuser

Johannesreufenheuser(at)gmx.de

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