Unsere Arbeitskreise

Arbeitskreis Groß-Gerau

Treffen

Regelmäßige Zusammenkunft der Kühkopf-Beobachter jeden letzten Freitag im Monat in der Gaststätte Forsthaus auf dem Kühkopf.

Wir treffen uns seit vielen Jahren zu diesem Termin, vielen ist er deshalb natürlich bekannt. Im Winter (Okt. - Mrz.) ab 18 Uhr, im Sommer ab 19 Uhr. Es ist eine Art Stammtisch ohne Tagesordnung. Ausgetauscht werden Informationen, Beobachtungen oder Aktuelles. Auch HGON-Interna werden besprochen. Interessierte Gäste, die zu unserem Arbeitskreis etwas beitragen wollen, sind uns herzlich willkommen. (Es sind ca. 7 min. Fußmarsch ab dem Parkplatz an der Kühkopf-Brücke Erfelden.)

 

HGON lässt mit Unterstützung von FRAPORT die Bedeutung alter Auwälder für geschützte holzbewohnende Käfer untersuchen

Im NSG “Kühkopf-Knoblochsaue“ ist der Lebensraum „Auwald“ in europaweit einmaligen, alten Beständen stellenweise erhalten geblieben.

Rosenkäfer, Foto: H. Zettl

Solche Wälder sind heute in Europa sehr selten und folgerichtig von der EU im Rahmen von „NATURA 2000“ besonders geschützt. Dieser Schutz stützt sich unter anderem auf das Vorkommen bestimmter Käfer-Arten, die ein intaktes Ökosystem signalisieren.

In der Vergangenheit verschwundene Auwälder sind heute nur noch an wenigen geeigneten Standorten wieder ansiedelbar. Sie brauchen zur Entwicklung wiederkehrende Überflutungen, die heute durch ein für die Landwirtschaft unterhaltenes „Sommerdamm-System“ auch in relativer Rheinnähe weitgehend unterbunden werden.

Heldbock, Foto: H. Zettl

Das „Karlswörth“ auf dem Kühkopf (vor dem Rheindurchstich eine Insel im Rhein) ist von einem Auwald bedeckt, der dem Wasserregime des Rheins immer uneingeschränkt ausgesetzt war und von der Forstwirtschaft seit 50 Jahren nicht mehr beeinflusst wurde. Dieser Wald ist wie kein anderer prädestiniert als Beispiel intakter Flussauen-Ökosysteme, aber auch Vorbild für neu zu gründende Auwälder am Rhein.

Mehrere wissenschaftliche Untersuchungen erforschten bereits u.a. Pflanzengesellschaften, Pilze, Amphibien, Vögel, Libellen und Schmetterlinge dieses Vorzeigewaldes. Darauf baut die vom Regierungspräsidium beauftragte Grunddatenerhebung auf, die 2003 durchgeführt wurde. Sie bildet die Grundlage für spätere Dokumentationen der weiteren Entwicklung des FFH-Gebietes „Kühkopf-Knoblochsaue.

In den Ökosystemen der sehr alten Hartholzauwälder spielen holzbewohnende Käferarten eine besondere Rolle, deren „Leitarten“ Hirschkäfer, Eremit und Heldbock in der Grunddatenerhebung auch bereits dokumentiert wurden. Gleichzeitig zeigte sich aber ein Fehlen eingehender Untersuchungen der Käferfauna der alten Bäume. Die HGON, AK Groß-Gerau hat deshalb eine Untersuchung der holzbewohnenden Käferfauna im Karlswörth initiiert. Die Aktion wird aus dem Umweltfond der FRAPORT mit 40 T € gesponsert. Dadurch wurde es möglich Dr. Ulrich Schaffrath als anerkannten Spezialisten für holzbewohnende Käfer für diese Erforschung zu gewinnen.

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