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Arbeitskreis Lahn-Dill

Der Lahnpark – die größte Gefahr für den Arten- und Biotopschutz zwischen Gießen und Wetzlar

Die Kommunen Gießen, Wetzlar, Lahnau und Heuchelheim haben sich vor einigen Jahren zusammengeschlossen, um die Lahnaue zwischen Gießen und Wetzlar gemeinsam zu beplanen. Das in der Entstehung befindliche Gebilde heißt „Lahnpark“. Nähere Infos dazu im Internet unter http://www.lahnpark-mittelhessen.de.

Der Lahnpark gefährdet den Bestand vieler Arten in der Lahnaue durch:

  • neue touristische Attraktionen, die viele Besucher in die Lahnaue bringen werden,
  • neue Wegeplanungen in bislang kaum erschlossenen Bereichen der Lahnaue,
  • neue Lahnquerungen/Brückenbauwerke, teilweise in sensiblen Auebereichen,
  • eine einseitige Förderung des Kanutourismus, u.a. durch neue Anlegestellen an der Lahn,
  • das Bestreben zwischen Wetzlar und Gießen einen Schiffsverkehr aufzunehmen,
  • Elektroboote, die  zwischen Wetzlar und Dorlar fahren sollen (inkl. Infrastruktur),
  • eine Stehlen-Reihe quer durch die Aue
  • eine erhebliche Verschlechterung der Erhaltungszustände der Natura2000-Gebiete

Aus Sicht der HGON hat die Planung von Anfang an eine Schieflange zu Lasten des Naturschutzes, die korrigiert werden muss.  
Während der Planungsprozesses hatten BUND, NABU und HGON bereits wie folgt Stellung genommen:
Stellungnahme zum Lahnpark vom 14.06.2010 ... Pfeil

Inzwischen liegt das Integrierte Entwicklungskonzept Lahnpark (Zusammenfassung) vor.
Die HGON nimmt mit einem Schreiben vom 28.03.2012 Pfeil nochmals ausführlich Stellung.

 


HGON-Fledermaushaus

HGON-Fledermaushaus
Zeichnung des HGON-Fledermaushauses

Mit einer Körperlänge von acht und einer Flügelspannweite von 40 Zentimetern ist das Große Mausohr (Myotis myotis) die größte einheimische Fledermausart. Im Sommer finden sich die Mausohr-Weibchen in sogenannten Wochenstuben zusammen, um ihre Jungen zur Welt zu bringen und gemeinsam großzuziehen. Für solche Wochenstuben bevorzugen sie störungsfreie Dachstühle.

Im Fachwerkhaus Nr. 16 in der Ulmer Strasse in Greifenstein-Allendorf hatten über 1000 Mausohren einen solchen vermeintlich sicheren Ort gefunden. Es handelt sich um die viertgrößte hessische Kolonie dieser geschützten Fledermausart. Im Jahre 2003 stand das Haus zum Verkauf und den fliegenden Untermietern drohte der Rauswurf.
Die einzige Möglichkeit diese nicht nur hessenweit so bedeutende Kinderstube des Großen Mausohres langfristig zu sichern, war der Kauf des Hauses. Dank öffentlicher und privater Spenden konnte die HGON das Anwesen im Herbst 2004 erwerben. Nun gilt es das Haus zu renovieren und es kontinuierlich zu einem Fledermausinformationszentrum auszubauen.

Mehr Informationen dazu finden Sie auf der Internetseite vom Fledermaushaus.

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