HGON

Unsere Arbeitskreise

Arbeitskreis Stadt & Kreis Offenbach

Am 18.11.1967 wurde in Mühlheim am Main unter dem Vorsitz von Waldemar Schläfer (†) der Arbeitskreis Rodgau & Dreieich als erster regionaler Arbeitskreis der Avifaunistischen Arbeitsgemeinschaft Hessen (der heutigen HGON) gegründet. Zum 1. Januar 2010 wurde er in Arbeitskreis Offenbach umbenannt.

Der Tätigkeitsbereich umfasst heute im Wesentlichen:

  • Beteiligung bei der Einrichtung und Erhaltung von Landschafts- und Naturschutzgebieten
  • Spezielle Artenschutzprogramme für Greifvögel, Eulen, Flussregenpfeifer, Eisvogel und Uferschwalbe
  • Mitarbeit an den nationalen und internationalen Wasservogelzählungen
  • Mitarbeit an Kartierungen und Erfassungen von HGON- und DDA- Projekten (z.B. ADEBAR, Möwenschlafplatzzählungen, Probeflächenkartierung, Monitoring)
  • Sammeln von ornithologischen Beobachtungsdaten und Erstellung des Jahresberichtes

Es ist als ein großer Erfolg des AK und des NABU zu werten, dass in Stadt und Kreis Offenbach 34 Naturschutzgebiete mit einer Fläche von insgesamt rund 1654 ha ausgewiesen wurden; dies entspricht 4,13% der Gesamtfläche. Die Betreuung und Pflege der meisten Schutzgebiete wird in Absprache mit dem Hessischen Forstamt Langen von Mitgliedern des AK Offenbach und des Naturschutzbund Deutschland durchgeführt.


35. Ornithologischer Jahresbericht erschienen

Im Jahr 2018 hat unser Arbeitskreis zwei Gefühlswelten erlebt. Schwungvoll wurde es begonnen mit vielfältigen Vorbereitungen für die Festveranstaltung zum 50-jährigen Bestehen des AK, die ein großes Echo gefunden hat.

Gegen Ende des Jahres erreichte uns die traurige Nachricht, dass Ernst Böhm, langjähriger Arbeitskreisleiter und unerbittlicher Streiter für den Naturschutz, verstorben ist. Dies macht uns betroffen und traurig. Ernst Böhm wird uns fehlen. Auch wenn sein Platz in unserer Runde nun leer bleibt, so wird er doch stets in Erinnerung bleiben.

Der vorliegende 35. Jahresbericht wurde wieder gemeinsam vom Arbeitskreis Offenbach der HGON und dem NABU Kreisverband Offenbach herausgegeben. Wie in all den Jahren zuvor bildet der Sammelbericht den Schwerpunkt. Grundlage sind die rund 25.000 Beobachtungen von 197 Personen, die ganz überwiegend im Internet auf www.ornitho.de eingegeben wurden und dort zur Verfügung stehen. Allen Meldern danken wir für die Mitteilungen ihrer Beobachtungen!

Blicken wir auf das Geschehen im Vorjahr, so ist festzustellen, dass Kiebitz und Schwarzhalstaucher nicht gebrütet haben. Somit müssen die beiden Arten wohl endgültig von der Liste der Brutvögel gestrichen werden. Sorge bereitet auch der Rotmilan, es konnte keine erfolgreiche Brut bestätigt werden. Die Ansiedlung vom Bienenfresser ist leider nicht dauerhaft geblieben, und offen bleiben muss, ob eine junge Zwergdommel und zwei junge Rohrweihen im Kreisgebiet aufgewachsen sind. Vom Wappenvogel des NABU, dem Weißstorch, hingegen gab es erstmals seit der Wiederansiedlung drei erfolgreiche Bruten mit zusammen 8 flüggen Jungen!

Weitere Artikel betreffen die Ergebnisse der Wasservogelzählungen, den Einflug von Taiga-Birkenzeisigen, die Bestandserfassungen der Schwalben in Langen und Dreieich sowie erstmals in Rödermark. Zudem wird über eine Brut vom Wendehals und Beobachtungen von Libellenarten berichtet.

HGON und NABU danken dem Kreisausschuss des Kreises Offenbach und den Magistraten der Städte Offenbach, Neu-Isenburg und Obertshausen vielmals für die gewährten Druckkostenzuschüsse!

Hier finden Sie das Inhaltsverzeichnis

Interessenten können den Jahresbericht für 12,00 Euro incl. Versandkosten anfordern bei:

Peter Erlemann
Gräfenwaldstraße 30
63179 Obertshausen
E-Mail:  peter_erlemann(at)web.de