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Arbeitskreis Schwalm-Eder

Naturschätze Schwalm-Eder

Rotmilan, Laubfrosch und seltene Schmetterlinge im Kreisgebiet

Die Naturkundler der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e. V. (HGON) wollen gemeinsam mit dem bekannten Naturphotografen Manfred Delpho aus Gudensberg die Bürger des Schwalm-Eder-Kreises für die Naturschätze der Region begeistern. Die HNA startet dafür die Reihe "Naturschätze Schwalm-Eder", in der herausragende Tiere und Pflanzen sowie ihre Lebensräume vorgestellt werden.

Ab März bis zum Jahresende führen die Vogelkenner verschiedene Wanderungen von zwei bis drei Stunden Länge in den verschiedenen Kreisteilen durch. Sie möchten damit interessierten Mitbürgern die Möglichkeit bieten, wesentliche Teile unserer reichhaltigen Natur kennen zu lernen. Die Termine werden rechtzeitig in der HNA bekannt gegeben, können aber auch hier unter Veranstaltungen abgerufen werden. Die Teilnahme an den Führungen ist kostenlos.

"Mit ein wenig Hintergrundwissen kann jeder Spaziergang zu einer faszinierenden Reise in die unglaubliche Welt der heimischen Tier- und Pflanzenarten werden", weiß Naturfotograf Delpho. So gaukeln ab Mai nicht nur die aus dem 10.000 km entfernten afrikanischen Winterquartier zurückkehrenden Zugvögel durch unsere Gärten, sondern mit Admiral und Distelfalter auch zwei aus Nordafrika stammende Schmetterlinge. Gleichzeitig legen auf den Borkener Seen oder im Edertal Vogelarten eine Rast ein, deren Brutgebiet in den Weiten Nordskandinaviens oder gar Sibiriens liegt. Und der in allen Ortschaften häufige Mauersegler ist nicht nur einer der schnellsten Vögel Europas. Auf seinen langen Flügen, bei denen er oft monatelang nicht den Boden berührt, schläft er sogar regelmäßig in der Luft! Da verwundert es kaum noch, dass der "Schumi der Lüfte" vor Schlechtwetterfronten in Hessen einfach ans Mittelmeer auszuweichen vermag.

Ein weiteres Beispiel ist der Rotmilan. Der bei Homberg, Neukirchen oder Melsungen allgegenwärtige Greif zählt weltweit betrachtet zu den seltensten Vogelarten. Er kommt nur in einem schmalen Band von Nordostdeutschland bis Spanien mit 20.000 Paaren vor. "Sein eleganter Flug, die eindrucksvolle Größe mit einer Flügelspannweite von 1,6 Metern und die tief rostrote Grundfärbung machen ihn zu einem der schönsten Greifvögel", erzählt Alke Schrader, die Arbeitkreisleiterin der HGON aus Fritzlar. Zum Vergleich: Vom Buchfink, mit 10 Millionen Paaren der wohl häufigsten Vogelart Deutschlands, brüten allein im Schwalm-Eder-Kreis 70.000 Paare.

Aktuelles zum Rotmilan-Projekt der HGON finden Sie hier

Auch der als "Wetterprophet" bekannte, leuchtend grüne Laubfrosch kommt zwischen Alpen und Ostsee nur noch an wenigen Stellen vor. An den zahlreichen Wasserflächen um Schwalmstadt, Wabern oder Borken hat jedoch eine der größten Populationen des lautstarken Winzlings im Bundesgebiet überlebt. Insgesamt wurden zwischen Schwalm und Eder etwa 300 Vogel-, 50 Libellen- oder 13 Fledermausarten festgestellt. "Diese Vielfalt zeigt, wie intakt die Natur in vielen Bereichen des Kreisgebietes noch ist. Und sie ist ein großes Plus an Lebensqualität, egal, ob wir uns an einer bunten Blumenwiese, umhergaukelnden Schmetterlingen oder dem vielstimmigen Vogelgesang an einem Waldrand", so Stefan Stübing, einer der Initiatoren der naturkundlichen Wanderungen. Eine Vielfalt, auf die man durchaus stolz sein kann, und für deren Erhalt sich der Einsatz der Vogelkundler sicher lohnt.

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Kontakt

Stefan Stübing

Am Eichwald 27

61231 Bad Nauheim

Tel.: 06032 - 92 54 801
stefan.stuebing@hgon.de

 

Mark Weinmeister

Habichtswaldstr. 24

34299 Guxhagen

Tel.: 0611-32- 5805  

mark.weinmeister@web.de

 

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