Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V.

Entdecken Bruterfolg des stark gefährdeten Rebhuhns ermitteln

Vögel  Rebhuhn 

Bruterfolg des stark gefährdeten Rebhuhns ermitteln

Nach der besonders sensiblen Brutzeit, in der Rebhühner sehr versteckt leben, lassen sich inzwischen vielerorts die Familienverbände beobachten. In diesen sogenannten Ketten verbringen Alt- und Jungvögel gemeinsam den Herbst und Winter. Aus der Beobachtung dieser Familienverbände können wir wichtige Rückschlüsse auf den Bruterfolg des Feldvogels ziehen. Wer z.B. beim herbstlichen Spaziergang eine Rebhuhnkette erspäht, ist daher herzlich eingeladen, diese Entdeckung zu melden.

Besonders interessant sind Beobachtungen aus dem Zeitraum 01.09.-10.10., die auch Angaben zur Alterszusammensetzung beinhalten. Denn über die Altersstruktur einer Kette lässt sich nachvollziehen, ob es sich um eine einzelne Familie handelt oder ob sich z.B. mehrere Paare ohne/mit geringem Bruterfolg zusammengeschlossen haben. Am einfachsten lassen sich die Beobachtungen über ornitho.de oder die App NaturaList eintragen. Alternativ können die Kettenmeldungen im angefügten Meldebogen notiert und mit einer beigefügten Karte an uns gesendet werden. 

Hinweise und Tipps zur Unterscheidung von Jung- und Altvögeln, zur Meldung in ornitho.de/NaturaList und auch zum Einsatz von Wärmebildkameras finden sich in den beigefügten Erfassungsempfehlungen des DDA.

Übrigens: Wer außerhalb des genannten Zeitraums eine Rebhuhnkette entdeckt oder die Alterszusammensetzung nicht genau bestimmen kann, ist ebenfalls herzlich eingeladen, die Beobachtung zu melden. Denn auch diese Daten geben uns spannende Einblicke in die aktuelle Situation des Rebhuhns.

Bei Fragen meldet euch gerne!

 

Projektinformationen "Rebhuhn retten"

Im Verbundprojekt „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“ haben sich der DDA, der Deutsche Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL), die Abteilung Naturschutzbiologie der Georg-August-Universität Göttingen und 12 weitere Projektpartner in bundesweit zehn Projektgebieten zusammengeschlossen, um die Lebensbedingungen für das Rebhuhn zu verbessern. Das Projekt wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz gefördert. Im Projektgebiet "Gießener Land und Wetterau" erhält die HGON e.V. zusätzlich Mittel vom Hessischen Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat.