Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V.

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Information zur aktuellen Verbreitung der Geflügelpest

HGON-Mitglied Dr. Peter Petermann berichtet für das Wissenschaftsforum Aviäre Influenza (WAI) über die aktuelle Situation.

Die letzten Wochen zeigen uns abermals, dass die Geflügelpest ein erhebliches Naturschutzproblem sein kann: Vor allem in Schleswig-Holstein sind zahlreiche Wildvögel an hoch pathogenen Vogelgrippeviren (HPAI) verendet. Mit Stand vom 22.12.20 wurden über 15.700 Wildvögel in den letzten Wochen eingesammelt, von rund 80 verschiedenen Arten. Mit großem Abstand am häufigsten betroffen sind die Nonnengans, gefolgt von der Pfeifente, aber auch etliche Prädatoren wie Silbermöwe, Mantelmöwe, Seeadler, Wanderfalken und Uhus. Mit dem Wattenmeer ist ein global bedeutsames Rastgebiet betroffen. In ihrer Dimension des Wildvogelsterbens übersteigt die derzeitige Epidemie in Deutschland die vorangegangenen bei Weitem.
Daneben sind die Seuchenzüge von HPAI auch ein Tierschutzproblem: Im Freiland gehaltenes Geflügel muss weggesperrt werden, und im Falle von Infektionen werden große Mengen Geflügel getötet. Daher gibt es die Notwendigkeit, die Ursachen der Seuchenzüge zu ermitteln, um die Ausbreitung wirksam einzudämmen. Tatsächlich gelingt es nur selten, die Ausbreitungswege zu identifizieren - stattdessen wird regelmäßig pauschal auf Zugvögel als mögliche Langstrecken-Vektoren und "wahrscheinliche" Verbreiter verwiesen. Nicht erst seit einer umfangreichen ornithologischen Studie aus 2015 ist bekannt, dass diese Annahme der „Wildvogel-These“ nicht korrekt ist. Vielmehr werden Geflügelpestviren durch anthropogene Tätigkeiten weltweit transportiert, insbesondere durch den Handel mit Geflügel und Geflügelprodukten.

Den ausführlichen Artikel von unserem Vorstandsmitglied Dr. Peter Petermann für das Wissenschaftsforum Aviäre Influenza (WAI) finden Sie hier als PDF.

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