Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V.

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Ornitho  Vögel 

Neue Rote Liste der Brutvögel Deutschlands erschienen

Bilanz fällt überwiegend negativ aus: Brutvögel Deutschlands weiterhin massiv gefährdet.

Das "Nationale Gremium Rote Liste Vögel" hat die 6. Fassung der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands herausgegeben. Dieses Gremium setzt sich u.a. aus Vertretern des Deutschen Rates für Vogelschutz, des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten, der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft und der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten zusammen. Die Datengrundlage zu Verbreitung, Häufigkeit und Bestandsentwicklung unserer Brutvögel wird bundesweit von zehntausenden Vogelbeobachter*innen u.a. im Rahmen des Monitorings häufiger Brutvögel und der Datensammlung auf www.ornitho.de erhoben. In Hessen wird das Vogelmonitoring von der HGON koordiniert und mit Unterstützung durch die Staatliche Vogelschutzwarte durchgeführt. Wir möchten daher die Gelegenheit nutzen und allen Vogelbegeisterten für ihre Mitarbeit und Beobachtungsmeldungen danken!

Die Bilanz der neuen Roten Liste fällt leider überwiegend negativ aus, wie die Autoren schreiben: "Trotz weit über 40 Änderungen der Gefährdungseinstufung hat es keine entscheidenden Verbesserungen bei den Brutvogelarten in Deutschland gegeben. Die letzten drei nach einheitlichem Kriteriensystem erarbeiteten Fassungen der Roten Listen (Südbeck et al. 2007, Grüneberg et al. 2015, diese 6. Fassung) unterscheiden sich nur marginal bzw. in Details, nicht aber im Gesamtbild. Das bedeutet, dass trotz vielfältiger Maßnahmen zum Vogelschutz in Deutschland keine Trendumkehr erreicht wurde."

In Hessen ist z.B. der Bestand der Uferschnepfe mit dem Jahr 2011 erloschen und trotz vielfältiger Maßnahmen steht der Große Brachvogel unmittelbar vor demselben Schicksal. Mäusefresser wie Schleiereule und Rohrweihe zeigen in den letzten Jahren dramatische Rückgänge, und sogar so häufige Greifvögel wie Mäusebussard haben ihren Bestand in den letzten 30 Jahren etwa halbiert. Beispiele wie das Kiebitz-Projekt der HGON, aber auch die günstige Entwicklung in besonders gut entwickelten und gepflegten Gebieten zeigen jedoch, dass mit entsprechendem Einsatz auch viele positive Entwicklungen möglich sind. So gab es in der Wetterau in den letzten Jahren sogar Bruten der Spießente, deren Vorkommen seit 15 Jahren erloschen war, und sogar vom Rotschenkel, der bislang noch nie als hessischer Brutvogel nachgewiesen war.

Heft 57 der „Berichte zum Vogelschutz“ - Schwerpunktthema Rote Liste

Die aktuelle Ausgabe der „Berichte zum Vogelschutz“ des Deutschen Rates für Vogelschutz thematisiert die 6. Fassung der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands.
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