Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V.

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Welt-Segler-Tag

Die fliegenden Sommerboten sind zurück und heute ist ihr Ehrentag.

Die kalten und regnerischen Wochen im April und Mai haben das Zug- und Brutgeschehen der Mauersegler verzögert, inzwischen sind ihre lauten „sriih – sriih – sriih“ Rufe aber wieder in fast allen Orten zu hören. Besonders in den Morgen- und Abendstunden fallen die schwalbenähnlichen Segler auf, wie sie in laut kreischenden Gruppen und pfeilschnellem Flug um Häuserblocks jagen. Während sie ehemals vor allem an hohen Felswänden brüteten, sind sie mit der Errichtung von hohen Gebäuden zu Stadtbewohnern geworden. Vor allem historische Gemäuer bieten ihnen vielen Nischen zur Nestanlage und sind teilweise von größeren Kolonien bewohnt.

Das Leben der Mauersegler

Mit Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 220 km/h ist der Mauersegler einer der schnellsten Vögel der Welt. Abseits der Brutplätze, vor allem also während der Wanderungen in das Winterquartier in der Südhälfte Afrikas und dem Aufenthalt dort, schläft er sogar in der Luft, so dass er dann monatelang keinen festen Boden berührt. Trotz dieser hervorragenden Flugeigenschaften ebenfalls erstaunlich ist, dass die Segler vor großräumigen Schlechtwetterfronten im Brutgebiet teils mehrere hundert Kilometer auszuweichen vermögen. Dies ist notwendig, weil sich die pfeilschnellen Tiere von kleinen Fluginsekten ernähren, die bei Regen am Boden bleiben. Bei anhaltenden Schlechtwetterphasen können die Segler-Küken sogar mehr als zehn Tage in einem Winterschlaf-ähnlichen Zustand ohne Nahrung und Brutwärme der Eltern überstehen. Mauersegler leben nur drei Monate in unserem Raum. Schon in den letzten Julitagen brechen sie in die afrikanischen Winterquartiere auf, von wo sie erst Ende April oder im Mai zurückkehren.

Von Seglern und Schwalben

Auf den ersten Blick ähneln Mauersegler den beiden ebenfalls in Ortschaften brütenden Schwalbenarten. Diese Ähnlichkeit ist kein Zufall, da auch die Schwalben perfekt an das Leben als Insektenjäger im freien Luftraum angepasst sind. Allerdings sind die Segler noch einen Schritt weitergegangen: Sie suchen auch ihr Nistmaterial in der Luft, paaren sich sogar dort, und haben festen Boden nur noch am Neststandort unter sich. Wer den pfeilschnellen Segler sicher von Schwalben unterscheiden will, sollte auf seine langen, schmal sichelförmigen Flügel und die am ganzen Körper dunkle Färbung achten. Schwalben haben kürzere und mehr dreieckige Flügel und eine weißliche Unterseite. Auch die schrille Jagd um die Häuserblocks ist typisch für die Segler.

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