Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V.

Mitmachen - Sachspende Bitte draußen bleiben! - Ein Schutzzaun für Kiebitz und Co.

Bitte draußen bleiben! - Ein Schutzzaun für Kiebitz und Co.

Helfen Sie uns, dem Kiebitz als eine der faszinierendsten Vogelarten in Hessen das Überleben zu sichern!

Prädation ist ein an sich natürlicher Vorgang, an den der Kiebitz angepasst ist. Tagsüber greift er potenzielle Prädatoren schon weitab seiner Bruten mit großer Vehemenz an, so dass in Kiebitzkolonien kaum Verluste durch Greifvögel oder (anders als oft behauptet) Weißstörche vorkommen. Säuger versucht er, vom Nachwuchs wegzulocken, indem er sich krank stellt und scheinbar flügellahm am Boden umherrennt, was als „Verleiten“ bezeichnet wird. Oder er siedelte sich bevorzugt in Lebensräumen an, in denen kaum oder keine Füchse vorkamen, wie z.B. in großflächigen Feuchtgebieten. Solche Lebensräume gibt es infolge der umfangreichen Trockenlegungen nicht mehr, und der Bestand des Fuchses hat seit der Tollwutimunisierung rasant zugenommen. Der inzwischen vielerorts in hohen Dichten anzutreffende Waschbär ist als Neozoon für die heimischen Arten sogar völlig neu. Die wenigen und noch dazu relativ kleinen, von der Trockenlegung verschonten und von den Kiebitzen bewohnten Feuchtgebiete weisen eine sehr hohe Nahrungsdichte auf. Füchse und Waschbären finden hier eine Vielzahl von Amphibien, Fischen, Insekten und Bodenbrütern und suchen diese Flächen in entsprechend großer Zahl regelmäßig auf. Dieses Missverhältnis aus kleinen Gebieten und hoher Dichte an Fressfeinden unter den Säugern führt vielerorts zu einem kompletten Brutverlust der Kiebitze.

Die Wetterau – Mit gutem Beispiel voran

In einem fuchs- und waschbärsicher eingezäunten Gebiet von nur gut fünf Hektar Größe bei Reichelsheim in der Wetterau nisteten direkt nach der Errichtung des Zaunes im Jahr 2018 schon 16 Paare. 2019 wurden dort mehr als 40 und 2020 sogar etwa 70 Gelege bebrütet. In diesen drei Jahren wurden hier mehr Kiebitzjunge flügge, als in allen anderen Brutgebieten in Hessen zusammengenommen. Auch zahlreiche weitere, seltene Brutvögel wie Spieß-, Löffel-, Knäk- und Schnatterente, Zwergtaucher, Schwarz- und Blaukehlchen sind hier zuhause.

Unterstützen Sie diese wichtige Arbeit der HGON-Aktiven und der HGON-AG Wiesenvogelschutz mit Ihrer Spende und helfen Sie uns, dem Kiebitz als eine der faszinierendsten Vogelarten in Hessen das Überleben zu sichern!


Mitmachen So kannst Du uns unterstützen

Für unsere alltägliche Naturschutzarbeit ist jede Hilfe wertvoll: Jeder Euro für Artenschutzprojekte, jede Hand, die mit anpackt. Viele Menschen können gemeinsam viel bewirken.

Test

Mitgliedschaft

Unterstütze den Naturschutz und werde Mitglied bei der HGON.

Test

Geld spenden

Werde aktiv oder bringe mit einer Spende wichtige Naturschutzprojekte auf den Weg.

Test

Ehrenamtlich helfen

Mach mit bei unseren Projekten rund um Naturschutz und Vogelkunde.