Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V.

Licher Stipendium

Licher Stipendium

1991 unterschrieben Vertreter der Licher Privatbrauerei und der HGON die Vereinbarung zum Licher Stipendium. Ziel war, junge Wissenschaftler finanziell zu unterstützen, die in ihrer Diplomarbeit oder Dissertation ein naturschutzpraktisches Thema bearbeiten wollten. Die Arbeiten sollten in herausragender Weise wissenschaftliche Erkenntnisse mit der praktischen Umsetzung verknüpfen und so Grundlagen für die Arbeit der HGON unterstützen. 1994 wurden dann die ersten Stipendien vergeben.

Seit Bestehen der Vereinbarung gingen bei der HGON insgesamt 115 Anfragen nach Unterstützung ein, von denen immerhin 55 positiv beschieden werden konnten. Die Themen waren sehr unterschiedlich und zeigten das große Spektrum an naturwissenschaftlichen Fragen, mit denen der praktische Naturschutz konfrontiert ist. So beschäftigten sich mehrere Arbeiten mit Fragen der Auenökologie, einige Arbeiten mit ornithologischen bzw. artenschutzrelevanten Themen und wieder andere mit Grenzbereichen zwischen den verschiedenen biologischen Disziplinen.

Abschlussarbeiten im Bereich des wissenschaftlichen Naturschutzes

Die Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. bietet die Möglichkeit, im Rahmen ihrer Aktivitäten für den Naturschutz in Hessen Abschlussarbeiten und Dissertationen zu fördern. Die Licher-Privatbrauerei stellt hierfür einen Betrag zur Verfügung, der bei Vorliegen mehrerer förderungswürdiger Anträge gesplittet werden kann.

Die Stipendiaten sollen zu allen wichtigen Fragen des Naturschutzes fundierte Grundlagen erarbeiten und konkrete Maßnahmenvorschläge entwickeln. Von besonderem Interesse sind Arbeiten, die einer praktischen Umsetzung zuzuführen sind. Die praktischen Arbeitsschwerpunkte können beispielsweise Untersuchungen zu Bestandsrückgängen ausgewählter Tier- und Pflanzenarten, zu Auswirkungen von Bewirtschaftungsmaßnahmen auf die Ausprägung von Biotoptypen und Zönosen, zu Auswirkungen von Freizeitaktivitäten in sensiblen Landschaftsausschnitten, zu Methoden des Auenschutzes oder ähnliches sein.

Aus der Grundlagenarbeit sollen sich dann praktische Vorschläge für die Verbesserung der derzeitigen Auensituation in Hessen ergeben. Darunter können z.B. Wiedervernässungsmaßnahmen, Anlage von Auenwald, Verbesserung der Lebensräume durch Bewirtschaftungsauflagen, Vorschläge zu Konfliktlösungen zwischen Auenschutz und Freizeitnutzungen, Besucherlenkungsmaßnahmen oder Ähnliches sein.

Es ist unser Ziel, die Ergebnisse wissenschaftlicher Arbeiten einer praktischen Umsetzung zuzuführen.

Bewerbung

Ziel des Licher Stipendiums ist die Förderung von Praktikumsarbeiten, Diplomarbeiten, Bachelor- und Masterarbeiten, Staatexamensarbeiten und Dissertationen, die sich in herausragender Weise mit der Verknüpfung wissenschaftlicher Fragestellungen und anwendungsorientierten Naturschutz beschäftigen. Die Arbeiten sollen in Hessen durchgeführt werden, um die erarbeiteten Ergebnisse direkt in der Naturschutzarbeit der HGON umsetzen zu können. Antragsberechtigt sind Studierende aller bundesdeutscher Universitäten und Fachhochschulen. Die finanzielle Förderung ist nicht zweckgebunden und steht den Stipendiat*innen zur freien Verfügung.

 

Erforderliche Angaben:

Persönliche Angaben:

Adresse, Telefonnummer, Geburtsdatum etc.

Studienbezogene Angaben:

  • Universität, Fächer, Studienschwerpunkte, Studienverlauf
  • Hausarbeiten oder sonstige auch außeruniversitäre Zusatzqualifikationen mit direktem Bezug zum Thema des beantragten Stipendiums

Betreuer:

Universitärer Prüfer, HGON-Betreuer

Untersuchungsgebiet:

(mit Karte); nur in begründeten Ausnahmefällen in NSG förderwürdig, dann Vorlage einer natur- oder landschaftsschutzrechtlichen Ausnahmegenehmigung und einer entsprechende Stellungnahme des HGON-Betreuers; Es muss daraus hervorgehen, warum die Arbeit nur in einem NSG möglich ist und welcher Beitrag zum Erhalt und zur Entwicklung des Gebietes durch die Arbeit geleistet wird.
Falls artenschutzrechtliche Belange betroffen sind, ist ggf. eine artenschutzrechtliche Genehmigung erforderlich.

Zielsetzung der Arbeit:

Wissenschaftliches Ziel – Besonderer Schwerpunkt sollte auf einer Darstellung des Praxisbezugs und der Verwertbarkeit der Ergebnisse für die praktische Naturschutzarbeit liegen.

Kurzbeschreibung:

  • wissenschaftlicher Erkenntnisstand
  • Vorgehensweise
  • ausführliche Methodenbeschreibung und geplante Inhalte
  • ggf. Gliederung

Falls die Arbeit in sensiblen Landschaftsbestandteilen stattfinden soll, müssen die Auswirkungen auf diese Landschaft nachvollziehbar dargelegt werden.

Ergänzende Anlagen:

  • Stellungnahme des universitären Prüfers
  • Einverständnis zur Nutzung der Ergebnisse durch die HGON
  • Stellungnahme des HGON-Betreuers zum Thema, insbesondere der umsetzungsorientierten Inhalte und der Nutzungsmöglichkeiten für die HGON.

 

 

 

 

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