Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V.

MonitoringVielfalt erfassen

Vogelmonitoring

Vogelmonitoring verbindet das Angenehme mit dem Nützlichen. Vögel zählen zu den besten Bioindikatoren: Ihre Bestandsentwicklung spiegelt die Situation unserer Umwelt wider und versetzt uns Menschen in die Lage, den Zustand der Umwelt zu erkennen.

Durch die jahrhundertelange Beschäftigung mit der Vogelwelt verfügen wir über ein sehr langfristiges Wissen zum Vorkommen der Arten und ihren Bestandsveränderungen, sodass aktuelle Entwicklungen sehr präzise interpretiert werden können. Allgemein wird die gezielte Überwachung von Vorgängen anhand von systematischen Erfassungen als Monitoring bezeichnet.

Königsdiziplin der HGON

Das „Monitoring“ der in Hessen vorkommenden Vogelarten, also das Verfolgen der unterschiedlichen Bestandsentwicklungen, ist eine der Hauptaufgaben der HGON. Ziel dieser Untersuchungen sind wissenschaftlich abgesicherte Aussagen zum Bestandsverlauf, um im Fall deutlich abnehmender Bestände die Ursachen erforschen und gezielt Schutzmaßnahmen ergreifen zu können. Manchmal führt dies, wie im Fall des Wanderfalken, auch zu direkten „Schutzmaßnahmen“ für uns Menschen.

Um gesicherte Ergebnisse zu erhalten, ist es erforderlich, dass die Mitarbeitenden an den Monitoringprogrammen die von ihnen beobachteten Probeflächen alljährlich mit derselben Methode kontrollieren. Nur so können tatsächliche Veränderungen der Bestandssituation von zufälligen Eindrücken unterschieden werden. Monitoringprojekte gibt es zu folgenden Vogelgruppen:

Kooperation mit dem Dachverband Deutscher Avifaunisten

Das Monitoring wird in sehr enger Zusammenarbeit mit dem Dachverband Deutscher Avifaunisten (DDA) durchgeführt, damit die Bearbeitung und auch die damit gewonnenen Aussagen über alle Bundesländer hinweg vergleichbar sind.

So lassen sich bundesweite Bestandstrends berechnen, die im Hinblick auf Schutzmaßnahmen besonders wichtig sind und beispielsweise als Grundlage für die Bewertung der Entwicklung unserer Umwelt im Rahmen der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung (https://www.bfn.de/themen/monitoring/indikatoren/indikator-artenvielfalt-und-landschaftsqualitaet.html) oder des Landes Hessen dienen. Zudem gehen die bundesweiten Ergebnisse ihrerseits wiederum in europaweite Auswertungen ein.

Das Monitoring in Hessen ist damit letztlich ein wichtiger Baustein im europäischen Vogelmonitoring und für die Schwerpunktsetzungen im bundesweiten Naturschutz. Wir danken der Staatlichen Vogelschutzwarte in Frankfurt für die langjährig sehr enge Zusammenarbeit und die finanzielle Unterstützung des Vogelmonitorings, dessen Ergebnisse auch für die Naturschutzverwaltung des Landes Hessen von großer Bedeutung sind.

Für alle Monitoringprojekte suchen wir weitere Mitarbeitende, die uns mit eigenen Beobachtungen unterstützen möchten. Bei Interesse also bitte melden. Wir beraten gerne!

Häufige Brutvögel

154 repräsentative Probeflächen hat das Statistische Bundesamt in Hessen ausgewählt. Die dort alljährlich von denselben Bearbeiterinnen und Bearbeitern nach derselben Methode erfassten Bestände zeigen, wie sich die Bestände der häufigen Vogelarten von Amsel bis Zaunkönig entwickeln: relativ gut in Wäldern und Gehölzen, doch mit dramatischen Abnahmen in der Agrarlandschaft.

Seltene Brutvögel

Auch bei diesem Monitoring kontrollieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Probeflächen über mindestens einige Jahre mit gleichbleibender Methode. Allerdings sind die Flächen nicht vorgegeben, sondern können selbst gewählt werden. Typische Arten in diesem Projekt sind Wasser- und Greifvögel, Eulen oder Spechte, aber auch Rauch- und Mehlschwalbe, Dohle oder Rebhuhn.

Wasservogelzählung

Die Wasservogelzählung ist zugleich das älteste und das weltweit am weitesten verbreitete Monitoringprojekt. Seit mehr als 50 Jahren werden im Winterhalbjahr die Wasservögel in Europa an allen größeren Rastgebieten erfasst!

Ornitho

…. Ist das größte Gemeinschaftsprojekt in der Vogelbeobachtung in Deutschland und ganz Europa. Allein in Deutschland archivieren mehr als 30.000 Vogelbegeisterte jährlich über fünf Millionen Meldungen und tragen damit zur Erforschung und zum Schutz unserer Vögel bei.

Avifaunistische Kommission

Ein besonders seltener Vogel wurde beobachtet. Ein Vorbote einer neuen Ausbreitungswelle, ein verirrter Zugvogel, ist er aus einer Haltung entflogen oder handelt es sich um eine Fehlbestimmung einer häufigeren Art? Hier ist die Avifaunistische Kommission zuständig!

Rote Liste

Welche Tier- oder Pflanzenarten nehmen im Bestand zu, welche ab? Wer ist gefährdet oder sogar „Vom Aussterben bedroht“ und braucht daher unseren besonderen Schutz – die Antwort geben die Roten Listen.

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Für unsere alltägliche Naturschutzarbeit ist jede Hilfe wertvoll: Jeder Euro für Artenschutzprojekte, jede Hand, die mit anpackt. Viele Menschen können gemeinsam viel bewirken.

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