Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V.

Entdecken 10.04.2021 11:00 „Abschussfall Weyerer Bussard“ schlägt Wellen. RTL interessiert.

Presse  Greifvögel und Eulen 

10.04.2021 11:00 „Abschussfall Weyerer Bussard“ schlägt Wellen. RTL interessiert.

Presseartikel Villmarer Nachrichten

Der beabsichtige Abschuss des Mäusebussards, der in Weyer während der Brutzeit zwischen Volkshalle und Sportplatz auf dem „Weilersberg“ mit den Angriffen auf Jogger seine Jungen dort im Wald verteidigen will, schlägt überregionale Wellen. Denn selbst in der Corona-Zeit wäre das Töten des Tieres ein Politikum. Die Gemeinde Villmar will dies (wir berichteten). Reaktionen dazu folgten prompt.
Die Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. (HGON) etwa in Gestalt des HGON Arbeitskreises LM/WEL hat eine klare Position: „Anstatt wirkliche Alternativen vorzuschlagen wird mit Kanonen geschossen. Es ist jedem Bürger von Villmar zuzumuten, dass er den Bereich des Horstes, den der Bussard naturgemäß verteidigt, meidet. Die Gemeinde muss doch in der Lage sein, Bereiche für Freizeitnutzer zu sperren und nicht gleich mit Überlegungen auftischen - Abschuss, absägen des Horstbaumes usw. Die Greifvögel haben doch in diesem Jahr besonders mit den Veränderungen ihres Lebensraumes zu kämpfen. Forstarbeiten waren das ganze Jahr durchgeführt ohne Rücksicht auf Vogelarten, insbesondere Specht, Höhlenbrüter aber auch Greifvögel und Schwarzstorch wird Lebensraum genommen. Der Wald wird mit den Havestern mehr denn je geschädigt. Sogar Quellenreiche werden vernichtet, obwohl die Quellen einen besonderen Schutz genießen. Mehr Sensibilität wäre angebracht. Deshalb ist es richtig dass die Naturschutzbehörden keine Zugeständnisse mit Abschuss oder Beseitigung des Horstbaumes machen.“
Auch Falkner Berthold Geisaus Weyer ist der Meinung, das Einfachste sei, den Bereich von März bis Juni zu meiden. In spätestens drei bis vier Jahren dürfte sich das Problem von selbst gelöst haben, das es sich bei dem Bussard schon um ein älteres Exemplar handele, so Geis. Inzwischen ist sogar der Fernsehsender RTL scheinbar auf den „Abschussfall Weyer Bussard“ aufmerksam geworden und will berichten.

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