Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V.

Entdecken Rotmilan-Horstbaum im umstritten "Wind-Park" Gebiet bei Seelbach gefällt

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Rotmilan-Horstbaum im umstritten "Wind-Park" Gebiet bei Seelbach gefällt

Der AK Limburg-Weilburg berichtet.

In Villmar-Weyer wurde versucht, junge Rotmilane in der Nähe eines umstrittenen Windradbauplatzes auf dem Galgenberg mit vergifteten Mäuse zu umzubringen (wir berichteten). Der Vorgang wurde vom heimischen Berufsfalkner Berthold Geis dokumentiert, der die Jungtiere rettete. Nun wurde ein Horstbaum des geschützten Greifvogels rein zufällig gefällt, der rein zufällig da stand, wo aktuell Windräder hinkommen sollen, bei Villmar-Seelbach und Arfurt. Zufall?

Die Hessische Gesellschaft für Ornithologie, Arbeitskreis Limburg-Weilburg  (HGON) und die heimische Bürgerintitative  Windwahn Villmar / Runkel haben, heute in einer Gemeinsame Presseerklärung, an die heimische Presse und engagierte Landtagsabgeordnete wie folgt berichtet:
"In einem einem privaten Waldstück, welches nicht durch HessenForst bewirtschaftet wird, wurden in den zurückliegenden Tagen Baumfällarbeiten durchgeführt. Dieses Waldstück liegt innerhalb der Windvorrangfläche 1117, auf welcher ein Projektierer aus Brandenburg zwischen Arfurt und Seelbach einen Windpark errichten möchte. Bei diesen Arbeiten kam es auch zur Fällung eines Horstbaums des unter dem besonderen Schutz stehenden Rotmilans, sowie auch zur Fällung des Horstbaums eines Mäusebussards. Beide Horste waren im letzten, wie auch in den vorherigen Jahren, bebrütet."

Ob die Behörde heutzutage überhaupt regiert, scheint fraglich

Aufklärung  erhoffen sich Dieter Stahl (HGON) und  Wolfgang Nawroth (BI Windwahn Villmar-Runkel), wer den Auftrag zur Fällung von Bäumen an dieser Stelle gegeben hat und wer diese Arbeiten ausgeführt, durch die Untere Naturschutzbehörde. "Eine entsprechende Anzeige wegen eines Verstoßes gegen das Bundesnaturschutzgesetz wurde der Unteren Naturschutzbehörde übermittelt."  Ob diese Hoffnung berechtigt ist, muß nach Lage der Dinge in der Vergangenheit allerdings bezweifelt werden. Die Behörde hatte am Beispiel des umstrittenen Wind-Testmastes für diesen Bereich 3x die Gelegenheit gegeben, ein Gutachten nachzubessern, bis es passte. Interessant auch, dass der heimische NABU bislang keinerlei Interesse an dem Vorgang zu haben scheint.

Dieter Stahl - AK Limburg-Weilburg

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