Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V.

Greifvögel und EulenJäger der Lüfte

Greifvögel und Eulen

Greifvögel stehen seit jeher in einer besonderen Beziehung zu uns Menschen. Sie werden als Inbegriff wilder, majestätischer Natur bewundert und zieren die Machtinsignien verschiedenster Adelsgeschlechter. Gleichzeitig wurden sie in den letzten beiden Jahrhunderten als Nahrungskonkurrenten des Menschen unerbittlich verfolgt, was zur Auslöschung zahlreicher Vorkommen und einer insgesamt starken Bedrohung der meisten Arten dieser Gruppe führte.

Geschichte des Greifvogel- und Eulenschutzes

Erst zu Beginn der 1970er Jahre wurde für alle Arten in Deutschland eine Unterschutzstellung durch ganzjährige Schonzeit erreicht. Bis dahin galt oft der Satz „Krummer Schnabel = Krummer Finger“ und es wurden sogar Horste von Greifvögeln regelmäßig während der Brutzeit vom Boden aus durchschossen, um so die Brut und den brütenden Altvogel zu töten. 

Auch auf die nachtaktiven Eulen wurden die Menschen schon vor Jahrtausenden aufmerksam, wie das Sprichwort „Eulen nach Athen tragen“ zeigt. Erstmals vom Dichter Aristophanes schon im Jahr  um das Jahr 400 v. Chr. geprägt, geht es auf die Häufigkeit der Eulen als Symbol der Göttin Athene, der Schutzgöttin der Stadt Athen zurück.

Im Mittelalter wurden Eulen hingegen zur Abwehr von Hexen und anderem nächtlichen Gesindel an Scheunentore genagelt. Der Uhu wurde als Nahrungskonkurrent wie die großen Greifvögel verfolgt und in vielen Teilen seines Verbreitungsgebietes ausgerottet. 

Entsprechend groß war der Einsatz des Naturschutzes zum Erhalt von Greifvögeln und Eulen, was beispielsweise bei den ehemals besonders stark gefährdeten Arten Wanderfalke, Seeadler und Uhu zu einem wahren Comeback geführt hat.

Bemerkenswerte Schutzerfolge

Daher sind nicht nur die stärksten Bedrohungen im Artenschutz, sondern auch die größten Schutzerfolge gerade auch mit unseren Greifvögeln verbunden. Heute sehen wir jedoch wieder eine deutliche Zunahme der illegalen Verfolgung, zum Beispiel durch das Freilassen vergifteter Beutetiere im Fall des Wanderfalken oder den Fang des Habichts in sogenannten Habichtkörben.

Die sich vorrangig von Mäusen ernährenden Arten wie Mäusebussard und Turmfalke, aber auch Rotmilan und vor allem die Schleiereule haben mit Nahrungsmangel zu kämpfen. So können Schleiereulen in Jahren mit einer Massenvermehrung (Gradation) z.B. von Feldmäusen in zwei Bruten mehr als 20 Junge aufziehen, in Mäusemangeljahren fällt die Brut hingegen ganz aus.

Rotmilan

Die Hälfte des weltweiten Rotmilan-Bestands brütet in Deutschland, rund fünf Prozent allein in Hessen.

AG Greifvögel und Eulen

Die AG Greifvögel und Eulen sammelt Informationen zu Bestandstrends und Bestandsgröße aller in Hessen brütenden Greifvogel- und Eulenarten.

Horstschutzprojekt

Gemeinsam mit HessenForst setzt sich die HGON für den Horstschutz im hessischen Staatswald ein.

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