Das Vogeljahr in Hessen 2013

Erste Ergebnisse der fast 300.000 Meldungen auf www.ornitho.de finden Sie hier.

Neues aus dem HGON-Rotmilanprojekt

Das Rotmilanprojekt geht in die nächste Runde. Es wurden vier Rotmilane mit Satellitensendern ausgestattet. Mehr zum Rotmilan-Projekt der HGON ...

Das Standardwerk über die hessische Vogelwelt mit über 500 Seiten ist inzwischen leider vergriffen!Mehr Informationen zum Buch und die Möglichkeit darin zu blättern finden Sie hier....

Jeden Monat präsentieren wir Ihnen hier ein Foto aus unserer HGON-Galerie. Schauen sie doch mal vorbei.

Gut besuchte und gelungene Herbsttagung

Am Samstag und Sonntag, den 18. und 19. Oktober fand unsere diesjährige Herbsttagung in Romrod (Vogelsbergkreis) mit dem Thema Naturschutz und Faunistik in Hessen statt.
 Mit rund 150 Gästen fand die Tagung regen Zuspruch.   Hier sehen sie erste Bilder.
Bericht von der Exkursion am Samstag
Bericht über das Vortragsprogramm am Sonntag

Folgende Vorträge stehen zum Download zur Verfügung:

Naturschutz-Ampel und BioDiv-Strategie
Erhaltung der biologischen Vielfalt in Hessen
von Andreas Koch

Rote Liste Rote Zahlen
Hessen im Spiegel der neuen Roten Liste gefährdeter Brutvogelarten
von Dr. Josef Kreuziger

Der Luchs - Auf leisen Pfoten zurück in Hessen von Gerd Bauer

Ein Dach über den Füßen! Die Fledermaushäuser der HGON von Rudolf Fippl

Forschung, Ehrenamt und Öffentlichkeitsarbeit für den Feldhamster von Tobias Erik Reiners

Vom Volksmund auf die Rote Liste?! Bestandstrends verschiedener Tiergruppen in Hessen von Stefan Stübing

Unsere einzige echte Waldlibelle, die Gestreifte Quelljungfer: ihr verborgener Lebensraum und ihre Überlebensprobleme von Dr. Jochen Tamm
Redemanuskript zum Vortrag

Sensationelles Comeback: Der Fischotter ist zurück! von Dr. Andreas Kranz

 

HGON trauert um Prof. Dr. Karl-Heinz Berck

Prof. Dr. Karl-Heinz Berck wurde 1932 in Frankfurt am Main geboren. Er hat als Lehrer für Biologie, Geografie, Chemie und evangelische Religion in Frankfurt am Main und in Bad Homburg gewirkt. 1968 erhielt er den Ruf an den Lehrstuhl für Biologie und Didaktik der Universität Siegen. 1974 wurde er an die Justus-Liebig Universität Gießen berufen, wo er ebenfalls Biologiedidaktik lehrte.
Schon im Kindesalter entwickelte Karl-Heinz Berck seine Leidenschaft für die Beobachtung und Erforschung der heimischen Vogelwelt, die ihm sein ganzes Leben lang begleiten sollte. Als Jugendlicher im Nachkriegsdeutschland kommt er mit Sebastian Pfeiffer, einem der führenden Ornithologen dieser Zeit und mit den Pionieren der modernen Avifaunistik in Hessen, Werner Sunkel und Ludwig Gebhard, in Kontakt. Karl-Heinz Berck war eines der Gründungsmitglieder der Avifaunistischen Arbeitsgemeinschaft Hessen, aus der später dann die Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz hervorgeht, deren erster Vorsitzender er über viele Jahre hinweg gewesen ist.
Karl-Heinz Berck hat an allen Standardwerken zur hessischen Vogelwelt mitgewirkt. Die Autoren des 1954 erschienen Werks „Die Vögel Hessens“ nehmen ihn auf die Liste der „Wegbereiter, Könner und Meister“. Der dazu 1968 erschienene Ergänzungsband weist ihn ebenfalls als Mitarbeiter aus. Bei der Erstellung der vierbändigen Avifauna von Hessen, die zwischen 1993 und 2000 auf den Markt kam, hat er als Autor von Artkapiteln und in der Schriftleitung zum Gelingen dieses Meilensteins der hessischen Avifaunistik maßgeblich beigetragen.
Karl-Heinz Berck war der Nestor der hessischen Vogelkunde. Er hat in den vielen Jahrzehnten seines Schaffens mit unendlicher Begeisterung, Motivationsgabe, Hartnäckigkeit, großer menschlicher Wärme und Gelassenheit nahezu jedes avifaunistische Projekt in Hessen angetrieben und begleitet. Karl-Heinz Berck hat auf wissenschaftliche Klarheit und programmatische Strenge gedrungen, ohne dabei die Faszination für Vögel aus dem Blick zu verlieren. Er war uns Jüngeren stets väterlicher Freund, Ratgeber und vor allem Vorbild.

Birdrace 2014 – Mit HGON und Licher auf der Suche nach dem Eisvogel

Am 3. Mai 2014 fand das 11. bundesweite Birdrace statt. Es gingen 214 Teams an den Start, davon 13 in Hessen. Mit dabei unser von Licher gesponsertes Team in der Wetterau. Gegen halb vier in der Früh ging es für Udo Seum, Thomas Sacher, Nanette Roland, Sascha Keyel und mich los, denn schließlich wollte man die nacht- und dämmerungsaktiven Arten noch zu hören bekommen. Leider machte uns der böige Wind einen Strich durch die Rechnung. Weder Rallenarten, noch Schilfrohrsänger, Rohrschwirl oder Wachtel konnten gefunden werden. Der Tag startete also nicht sehr verheißungsvoll. Trotzdem kamen in den nächsten Stunden einige Arten zusammen, darunter Besonderheiten wie Uhu, Drosselrohrsänger, Braunkehlchen, Neuntöter und Pirol. Am Pfaffensee waren dann Schellente und Schwarzhalstaucher, keine alltäglichen Birdrace-Gäste, zu sehen.  

Ein langer Fußmarsch über den Eichkopf von Ober-Mörlen sollte einige Waldvögel auf die Liste bringen, dies gelang aber nur teilweise. Immerhin konnten wir Arten wie Waldlaubsänger, Misteldrossel und Fichtenkreuzschnabel finden, Turteltaube, Wendehals und Haubenmeise wurden hingegen vermisst. Die mit Abstand schönste Beobachtung war ein Habicht, der direkt über unsere Köpfe hinweg flog. Im Kurpark von Bad Nauheim sahen wir noch Wasseramsel und Streifengans  und an der Wetter bei Wisselsheim flog zur rechten Zeit der Wappenvogel unseres Sponsors Licher, ein Eisvogel, vorbei. Am Nachmittag standen immerhin schon 120 Vogelarten auf der Liste, doch diese Anzahl würde sich bis zum Abend hin nicht verändern

Die Suche nach fehlenden Arten, wie Weiden- und Haubenmeise, brachte keinen Erfolg, sodass wir auf seltenere Rastvögel hoffen mussten. Die konnten wir dann aber direkt in der Horloffaue beobachten. Kiebitzregenpfeifer, Trauerseeschwalbe, Thunberg-Schafstelze und Zwergmöwe ließen sich blicken. Außerdem konnten wir dort die seltenste Art des diesjährigen Birdraces beobachten, ein vorjähriger Purpurreiher flog vorbei. Den letztendlich sehr erfolgreichen Tag rundeten ein Tüpfelsumpfhuhn, sowie eine Waldohreule ab. Am Ende des Tages standen 133 Vogelarten zu Buche. Ein neuer Rekord für den Wetteraukreis und somit der erneute Hessentitel für das Team!

Cedric Kleinert

 

50 Jahre HGON!

Bei traumhaften Wetter fanden sich über 200 Teilnehmer und Gäste in Wiesbaden im festlichen Ambiente des Biebricher Schlosses zusammen, um das 50jährige Jubiläum der HGON gebührend zu begehen. Bereits bei den Exkursionen wurden Maßstäbe gesetzt:  Ließ sich doch, die in Hessen inzwischen selten gewordene Rohrdommel aus allernächster Nähe beobachten und ablichten! Und auch bei den Vorträgen am Samstagnachmittag und Sonntag gab es viel Neues zu erfahren. Ein besonderes Highlight war sicherlilch der entspannte und fröhliche Gesellschaftsabend bei einem kühlen gesponsertem Licher Bier "aus dem Herzen der Natur". 

Einen Ausführlichen Bericht lesen Sie hier.

Bilder sehen sie hier..

 

Woche der Wintervögel

Über die Verbreitung und Bestandsentwicklung der Vögel in Hessen sind wir aufgrund zahlreicher Kartierungs- und Monitoringprojekte sehr gut informiert. Die spannenden, nicht selten infolge von starken Bestandsrückgängen aber auch dramatischen Ergebnisse sind zuletzt in dem Buch „Die Vögel Hessens“ von 2010 ausführlich dargestellt worden und dienen als Grundlage für die aktuellen Schutzbemühungen der Naturschutzverbände und des Landes Hessen. Ein herzliches Dankeschön allen, die bei diesen Erfassungen mitgemacht haben!
Sehr wenig wissen wir – mit Ausnahme der speziell erfassten Wasservögel - hingegen über Häufigkeit und Verbreitung unserer Vogelarten im Winter, wie sich eindrucksvoll an den in den letzten beiden Jahren in ornitho eingegebenen Daten zeigt. Im Hinblick zum Beispiel auf die Folgen des Klimawandels sind möglichst präzise Aussagen zu Wintervorkommen aller Arten jedoch sehr wichtig.
Gerade die sehr milde Witterung der letzten Wochen beschert und derzeit viele spannende Beobachtungen von nicht ganz so winterharten Arten wie Hausrotschwanz, Sommergoldhähnchen, Mönchsgrasmücke oder Zilpzalp. Wacholderdrosseln und Stare sind in vielen Bereichen so häufig wie lange nicht mehr, andere wie Ringel-  und Türkentaube beginnen schon mit dem Balzgeschäft. Diese Situation möchten wir mit der „Woche der Wintervögel“ dokumentieren und dabei gleichzeitig zeigen, wie umfassend die Datenbasis anhand der ornitho-Meldungen ist. Bei entsprechender Beteiligung sollen die Beobachtungen den Grundstock für einen Atlas der Winterverbreitung der Vögel Hessens bilden.
Wir bitten daher alle ornitho-Melder für den Zeitraum vom 17. bis 26. Januar um die gezielte Beobachtung von Wintervögeln, egal ob im eigenen Garten, bei Spaziergängen im benachbarten Feld oder Wald oder einem gezielten Besuchs des nahen Mittelgebirges. Jede Beobachtung in diesem Zeitraum ist wichtig, so dass z.B. auch an der Arbeitsstelle oder während des Gangs mit dem Hund gezielt auf Wintervögel geachtet werden sollte. Die Meldung sollte bitte unbedingt als Tagesliste auf ornitho erfolgen, da in der Auswertung so auch Aussagen zu den nicht angetroffenen Arten möglich sind. Tageslisten können mit einem Klick der linken Maustaste auf die zum Beobachtungsort nächstgelegenen gelben und blauen Gebietspunkte und dann die Auswahl von „Tagesliste für diesen Ort ausfüllen“ erstellt werden. Die dann erscheinende Frage, ob „alle Arten beobachtet“ wurden, zielt auf eine möglichst vollständige Artenliste ab und kann ab einer Beobachtungszeit von 15 Minuten oder mehr mit „OK“ beantwortet werden („ALLE“ Arten sind ohnehin kaum zu erfassen, man denke nur an die nachtaktiven Eulen). Bitte geben Sie dann die Beobachtungszeit an und wählen „Tagesliste für alle Arten“ aus (hier nicht enthaltene Arten können am Ende der Liste nachgetragen werden). Bei den häufigeren und schwer vollzählig zu erfassenden Arten wie Meisen oder Amseln reichen ungefähre oder grobe Zahlen aus, es genügt auch die Auswahl  „X“ (= anwesend) im ersten Schriftfeld. Je seltener eine Art ist, desto wichtiger ist die Angabe einer (ungefähren) Anzahl. Mit „Speichern“ am Ende der Liste wird die Meldung abgeschlossen und die Daten in ornitho archiviert.
Vielen Dank für Ihre und Eure Unterstützung bei diesem wichtigen Projekt zur Erfassung des wenig bekannten Vorkommens der hessischen Wintervögel!

Fotos: Alpenbirkenzeisig und Taigabirkenzeisige am 11. Oktober 2013 auf Helgoland (Foto T Sacher)
Taigabirkenzeisig mit typisch heller Grundfärbung und weißlichen Flügelbinden am 11. Oktober 2013 auf Helgoland (Foto T.Sacher)

Mehr Naturschutz wagen!

HGON zur schwarz-grünen Koalitionsvereinbarung in Hessen

Heute haben CDU und Bündnis 90 / Die Grünen ihr Verhandlungsergebnis zur Regierungsbildung in Hessen vorgestellt. Aus Sicht des Naturschutzes haben beide Parteien mit der Koalitionsvereinbarung die Chance vertan, aus der Verbindung von ökologischer Kompetenz und christlichem Auftrag zur Bewahrung der Schöpfung die Kraft für konsequente Schritte aus der Krise der biologischen Vielfalt zu finden.

Dort, wo das Land am weitesten von seinen eigenen Nachhaltigkeitszielen entfernt ist, in der Landwirtschaft, wird mehr oder minder der status quo festgeschrieben, bleiben die Ziele vage. Gleiches gilt für die dringend notwendige Umsetzung der Maßnahmen zum Gewässerschutz.

Die Reform der Naturschutzverwaltung und der Aufbau einer Naturschutzfachbehörde, wie sie in allen deren Bundesländern existiert, werden nicht angegangen. Die Beteiligungsrechte der Naturschutzverbände, von schwarz-gelb massiv beschnitten, werden nicht einmal in Teilen wiederhergestellt.

Auch in Sachen Energiewende bleibt es beim Minimalkonsens des Energiegipfels. Dem Hauptklimakiller Verkehr werden konkrete Maßnahmen auf einen Verkehrsgipfel verschoben. Der Autobahnbau bleibt unangetastet.
Positiv ist die Absage an Fracking, die bereits die alte Landesregierung praktiziert hatte.

Begrüßt wird die Absicht, den gesetzlichen Auftrag zur Ausweisung von Schutzgebieten zur Vernetzung ökologisch wertvoller Flächen umsetzen zu wollen.

Bei der Stilllegung von Waldflächen (besonders wichtig für Totholzbewohner, die im Wirtschaftswald keine Überlebenschance haben) bleibt schwarz-grün hinter der Biodiversitätsstrategie des Bundes zurück. Statt 10 %, wie auf Bundesebene beschlossen, werden der Natur in Hessen nur auf 8 % des Staatswaldes der Vorrang eingeräumt (6 % hatte bereits die Vorgänger-Regierung umgesetzt). Die längst überfällige Zertifizierung des Staatswaldes nach dem einzigen breit getragenen Siegel für nachhaltige Waldbewirtschaftung FSC (Forest Stewardship Council) wird auf die lange Bank geschoben und nur stückweise umgesetzt.

Alle Hoffnungen ruhen nun auf der neuen Umweltministerin. Sie muss alle Möglichkeiten ihres Hauses und die Spielräume der Koalitionsvereinbarung konsequent für den Naturschutz nutzen. Die HGON bietet ihr dazu Unterstützung und einen fairen Dialog an.

Lesen Sie hier:
HGON: 10 Forderungen für mehr Artenvielfalt in Hessen
Koalitionsvereinbarung von CDU und Bündnis 90 / Die Grünen

 

Neuerscheinung

Neues Biberbuch von Karl-Andreas Nitsche erschienen.
Für weitere Informationen klicken Sie bitte hier!

Rotmilan-Internetseite von HGON und Stiftung Hessischer Naturschutz online

Pünktlich zur bevorstehenden Zugzeit ist seit dem 01. Oktober die Rotmilan-Internetseite von HGON und SHN online. Neben vielen Angaben zu Bestand, Trends und Bedrohungen der ‚Gabelweihe‘ kann hier der Zug von vier Rotmilanen aus Hessen live verfolgt werden. Die Milane wurden im Rahmen des Projektes „Rettet die Roten“ mit Satellitensendern ausgestattet und geben so regelmäßig ihren Aufenthaltsort zu erkennen. Schon der Probelauf im letzten Jahr erbrachte viele sehr spannende Ergebnisse, ebenso die Beobachtungen des Projektteams, das den 2012 besenderten Milanen in ihr spanisches Winterquartier nachgereist war. Entstanden ist so eine einmalige Dokumentation des Jahreslebensraums derselben Rotmilane vom Brutplatz in Hessen bis hin zum Winteraufenthalt auf der Iberischen Halbinsel.
Nicht umsonst erfolgte die Namensgebung der Sendermilane in Anlehnung an die Hauptpersonen der bekannten Romanserie „Harry Potter“ der englischen Schriftstellerin J.K. Rowling. Auch unsere Rotmilane sind vielen Bedrohungen ausgesetzt und müssen Herausforderungen bestehen. Und vielleicht werden nicht alle an ihre Brutplätze zurückkehren können. Folgen Sie den Abenteuern der Milane Harry, Ron und Hermine unter www.rotmilane.eu und unterstützen Sie unsere Forschungsarbeiten zu Gefahren und Schutzmöglichkeiten der eindrucksvollen ‚Europavögel“.

Herbsttagung 2013 in Rodheim

Die HGON-Herbsttagung stand in diesem Jahr unter dem Motto „Perspektiven des Naturschutzes“ und fand am 08. September 2013 in Rodheim vor der Höhe (Wetteraukreis) statt.

Nach Grußworten und der Ehrung von Dr. Emil Diester durch Oliver Conz stellten die Vizepräsidentin des Hessischen Landtags Ursula Hammann (Bündnis 90/Die Grünen), der Umweltstaatssekretär Mark Weinmeister (CDU), sowie der umweltpolitische Sprecher der SPD im Hessischen Landtag Timon Gremmels zum Einstieg ihre Sichtweisen zum Stand und zu den Perspektiven des Naturschutzes in Hessen dar. Es wurden Punkte wie die Zertifizierung des Staatswaldes, die schnelle und konsequente Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie, das Vorgehen gegen die Lichtverschmutzung und die vorbildliche Bewirtschaftung der Domänenflächen unter Artenschutzaspekten in der Runde diskutiert. Die naturverträgliche Umsetzung der Energiewende, sprich der Vorrang der Energieeinsparung, das Verbot von Fracking und die Erhaltung der Ausschlusswirkung der Vorranggebiete und Verschonung der Vogelschutzgebiete bei der Windkraftplanung standen ebenfalls zur Debatte.

Nach der Mittagspause erläuterte uns Referent Dr. Andreas Krüß vom Bundesamt für Naturschutz die Herausforderungen für den Naturschutz in Deutschland aus Bundessicht. Prof. Dr. Bernd Hansjürgens vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung rundete die abwechslungsreiche und informative Tagung mit seiner Präsentation „Weil sie es uns wert ist – Der Wert der Natur“, mit der er uns die ökonomische Sichtweise auf die Natur näher brachte, ab.

Hier sehen Sie Bilder von der Tagung!

Naturkundliche Jahresberichte Marburg-Biedenkopf 25/2012 erschienen

„Seit Jahren sehnsüchtig erwartet, nun endlich erschienen“ - Nach zehnjähriger Pause ist nun wieder eine neue Ausgabe der "Naturkundlichen Jahresberichte Marburg-Biedenkopf" heraus gegeben worden. Neben einem avifaunistischen Sammelbericht für das Jahr 2012 auf Basis der Daten auf Ornitho.de gibt es auf den 120 Seiten von Band 25 Beiträge zu folgenden Themen:

- NABU-Artenhilfsprojekt für die Gelbbauchunke in Hessen
- Amphibienschutz an den Baggerteichen Niederwalgern
- Positionspapiere zum Ausbau der erneuerbaren Energien von BUND und HGON
- Die Rückkehr des Weißstorchs als Brutvogel des Landkreises Marburg-Biedenkopf
- Brutbestände seltener Brutvogelarten im Kreis Marburg-Biedenkopf in den Jahren 2005-2010
- Integriertes Monitoring von Singvogelpopulationen (IMS) in Niederweimar
- Erfassung des Kiebitz-Brutbestandes im Amöneburger Becken im April 2012: Wiesenvögel vor dem Aus?
- Mornellregenpfeifer versus Blaukehlchen? Ein Diskussionsbeitrag zum Thema Vögel und Maisanbau am Beispiel des Schröcker Feldes im Kreis Marburg-Biedenkopf
- Fotografischer Jahresrückblick

Bestellt werden kann das Heft zu einem Preis von 7,50€ (zzgl. Porto) unter folgender Mail-Adresse: info@hgon-mr.de.

Farbring belegt spektakuläre Graugans-Wanderung

Farbige Ringe mit einem individuellen Code, die an den Beinen oder bei Gänsevögeln auch am Hals angebracht werden,  ermöglichen mit einem Spektiv oder Fernglas auch auf große Entfernung ein individuelles Wiedererkennen der so markierten Vögel. Im Vergleich zur herkömmlichen Beringung mittels Metallring am Bein, die neben dem Tag und Ort der Beringung, wenn überhaupt, nur eine Rückmeldung ergibt, wenn der betreffende Vogel tot gefunden wird, ermöglicht die Farbmarkierung oftmals die Rekonstruktion ganzer Lebensgeschichten, wenn genügend Beobachter auf solche Markierungen achten und sie an die Vogelwarten weitermelden.

Ein spektakuläres Beispiel für die neuen Erkenntnisse, die so gewonnen werden können, gibt eine Graugans in der Wetterau, die in den letzten Tagen von Hanns-Jürgen Roland, Thomas Sacher und Horst Scherer „abgelesen“, also anhand ihres Halsrings identifiziert werden konnte. Die Gans mit dem blauen Halsring stammt aus Schweden, wo sie zur Sommersonnenwende am 21. Juni 2006 beringt wurde. Mit einigen Rückmeldungen aus Polen, vor allem aber aus Ostdeutschland und ihrem Winterquartier in den Niederlanden ist „EAD“, so ihr Ringcode, seither weit herumgekommen. Hier lesen Sie weiter..

Herbsttagung 2013: "Perspektiven des Naturschutzes"


Noch wenige Wochen dann wird auch Hessen wählen und die Weichen werden, auch im Naturschutz, neu gestellt. Werden unsere Feldvögel in dieser Landschaft eine Zukunft haben? Was geschieht mit unserem Wald? Mit Unseren Schutzgebieten? Was macht die Energiewende mit uns? Werden wir als Naturschützer angehört?
Nur eine kleien Auswahl an Fragen, die sie unseren Mitgliedern, die sich um ein Mandat im künftigen Lantag bewerben, stellen sollen. Eingebettet wird diese Diskussion in zwei Vorträge zu den Perpektiven des Naturschutzes. Aber lesen Sie selbst unser Programm.

Daher kommen Sie nach Rosbach und zeigen Sie mit Ihrer Anwesenheit auch die Bedeutung des Naturschutzes in Hessen bei der kommenden Landtagswahl!

Libellenfreunde aufgepasst: Markierungsprogramm "Südliche Heidelibelle"

Die Südliche Heidelibelle ist einer der sogenannten "Klimagewinner" unter den Libellenarten. Ursprünglich vor allem im Mittelmeerraum beheimatet, hat sie in den vergangenen Jahren, vor allem ausgehend von einem Einflug im Sommer 2006, an verschiedenen Stellen in Deutschland bodenständige Vorkommen ausgebildet. In Hessen befindet sich ihr Schwerpunktvorkommen im NSG Bingenheimer Ried im Wetteraukreis, wo sie im Sommer 2012 zu den dominierenden Libellenarten zählte. Derzeit schlüpfen dort täglich hunderte Südliche Heidelibellen. Um deren Überlebensrate und Ausbreitungsverhalten zu dokumentieren, werden einige hundert Tiere mit einer fortlaufenden Nummerierung mittels Edding-Stift markiert (z.B. schwarze Nummer auf dem rechten Vorderflügel). Diese Standardmethode in der Insektenforschung hinterlässt bei den markierten Individuen keinerlei Schäden oder Beeinträchtigungen, ermöglicht aber ein individuelles Wiedererkennen der markierten Libellen. Bitte unterstützen Sie das Projekt durch die Beobachtung und Kontrolle von Heidelibellen auf solche Markierungen und ggf. die Weiterleitung von Sichtungen solcher Tiere (falls möglich mit Foto). Artkenner werden zudem gebeten, bei Exkursionen am Bingenheimer Ried auch die Gesamtzahl der von Ihnen beobachteten unmarkierten Südlichen Heidelibellen zu melden, um so die Hochrechnungen zur Größe der Population zu verbessern. Bitte melden Sie ihre Beoabchtungen an Hanns-Jürgen Roland unter hjroland@gmx.de. Wir berichten an dieser Stelle über den Fortgang des Projektes.
Vielen Dank für Ihre Mitarbeit und viel Erfolg bei der Suche!

Hanns-Jürgen Roland, Nanette Roland, Thomas Sacher, Stefan Stübing

Hessentag ganz oben!

Wir haben es geschafft, der Hessentag 2013 ist zu Ende! Mit mehr als 1,8 Millionen Besuchern hat Kassel alle bisherigen Besucherrekorde geknackt. Das haben auch wir an unserem Stand im Zelt des Sonderschaubereiches  Natur auf der Spur nur allzu deutlich gemerkt. Trotz einer angenehmen Großzügigkeit und Weite auf dem Gelände hatten wir immer alle Hände voll zu tun. Sei es an unserer langerprobten und doch immer wieder bei allen beliebten Vogelstimmenwand oder mit unserem Quiz zum Wanderfalken. So war es spannend zu hören, wer tatsächlich schon einen Wanderfalken in seinem Garten beobachtet haben wollte..  Nein, meist handelte es sich doch vermutlich in den meisten Fällen um eine Turmfalkenbeobachtung! Spätestens beim Blick auf unser mitgebrachtes Präparat zeigte der ambitionierte Vogelbeobachter Einsicht und gab zu bedenken, dass der gesehene Vogel doch eher nicht die entsprechende Größe aufwies. Aber wie immer hat es uns allen sehr viel Spaß gemacht, mit so vielen netten Hessen ins Gespräch zu kommen und über unsere Arbeit und unsere Vögel in Hessen zu erzählen! Ein ganz besonderer Dank geht in diesem Jahr an den Arbeitskreis Kassel, der das Team der HGON Geschäftsstelle so tatkräftig unterstützt hat! Allen voran ist hier Gaby Marschhäuser zu nennen, die wirklich jeden Tag (! ) ihren Standdienst absolviert hat! Kompliment, das hatten wir so noch nicht gehabt. Das sind wohl die Nordhessen!? Ein großes Dankeschön sagen wir auch wieder der Licher Brauerei, die uns auch in diesem Jahr nicht im Stich gelassen hat und unsere Gäste und uns mit ihren kühlen Brauereigenüssen verwöhnt hat. Sehr gefreut haben wir uns über die Leihgaben der Vogelschutzwarte, die uns in all den Jahren immer unkompliziert und unbürokratisch  ihre Vogelpräparate zur Verfügung stellt. Danke auch an Herrn Josef Rapp für den Kolkraben! Und wie im richtigen Leben ist nach dem Spiel ja vor dem Spiel und daher sind wir jetzt schon mächtig gespannt auf den Hessentag 2014 in Bensheim! Denn der Hessentag ist auch für die HGON immer etwas Besonderes und wir freuen uns jetzt schon auf nächstes Jahr!
Und hier gehts zu den Bildern von 2013!

Fledermausfreunde aufgepasst!

Am Samstag startet unser Fledermausfest in Mümling-Grunbach (Gemeinde 64739 Höchst im Odenwald, Im Wolfsgrund 2). Dabei wird das Ende letzten Jahres erworbene ehemalige Bahnhofsgebäude (der "Mausohrbahnhof") eingeweiht. Das Gebäude beherbergt die größte Fledermauskolonie Südhessens. Los geht`s um 14.30 Uhr. Für Essen und Trinken ist gesorgt.
Bis zum Abend folgen Vorträge, Infostände, Kinderaktionen und Life-Einblicke in die Mausohrkolonie mittels mehrerer Infrarot-Kameras. Das Besondere: Die Mausohren haben vor kurzem ihre Jungen geboren.  
Höhepunkt der Veranstaltung ist der Ausflug der rund 1700 Mausohrfledermäuse.
Hier finden Sie die Einladung zu dem Fledermausfest.
Und hier den Flyer zum Mausohrbahnhof.

Wieder da: Hessens „kleinste“ (größte!) Besonderheit

Das Zwergsumpfhuhn kommt in ganz Mitteleuropa jährlich mit nur 10 und 60 Revieren vor. Auch in Europa zählt die nur etwa sperlingsgroße Art zu den seltensten Brutvögeln. Seit 2008 gelingen jedoch in Hessen Brutzeitbeobachtungen, zusammen mit Nachweisen in Mecklenburg-Vorpommern die einzigen und seit 40 Jahren ersten Brutvorkommen im Bundesgebiet! Weitere Informationen zum Auftreten der heimlichen Art in Hessen und Deutschland hier.

Diese unerwartete Ansiedlung zeigt einmal mehr auch die Qualität der Naturschutzmaßnahmen in unserem Raum. In den letzten Tagen wurden wieder insgesamt zehn Zwergsumpfhühner an vier Stellen in Hessen festgestellt. Mögliche Lebensräume der Art, etwa 20 bis 30 cm überflutete Seggenbestände und überschwemmtes, verbrachtes Grünland, sind aufgrund der Überschwemmungen der letzten Wochen derzeit vielerorts anzutreffen. Daher kann eine gezielte Suche nach der Art in diesen Tagen durchaus zum Fund weiterer Vorkommen führen.

Nachweise gelingen allein anhand der charakteristischen Rufe, die von der Dämmerung bis tief in die Nacht zu hören sind (mehrere Hörbeispiele unter www.xeno-canto.org/species/Porzana-pusilla; Abspielen über Klick auf das Dreieck vor der Aufnahme, bitte auch die viertunterste Aufzeichnung eines Weibchenrufes beachten). Aber Vorsicht: Sie können leicht mit Amphibienlauten verwechselt werden und sollten daher wenn möglich durch Tonaufnahmen belegt werden, z.B. mittels Video-Funktion der Mobiltelefone. Abend- und Nachtexkursionen sind derzeit in windstillen Nächten auch zum Nachweis der seltenen Wachtelkönige und Tüpfelsumpfhühner erfolgversprechend. Beide Arten treten gerade zunehmend auf, wobei es sich dabei vermutlich um Tiere handelt, die dem Hochwasser in Ost- und Südostdeutschland ausweichen und so zu uns gelangen. Hörbeispiele finden sich hier: www.xeno-canto.org/species/Crex-crex (Wachtelkönig), www.xeno-canto.org/species/Porzana-porzana (Tüpfelsumpfhuhn). Bitte informieren Sie beim Nachweis von Zwergsumpfhühnern oder bei Verdacht auf diese Art unmittelbar die HGON-Geschäftsstelle, damit ggf. Schutzmaßnahmen für diese faszinierenden Vögel initiiert werden können.

Aktuelles zur Naturschutzleitlinie

Am Monteg, den 10.Juni wurden von Staatsministerin Lucia Puttrich die Ergebnisse der Umsetzung des Kernflächenkonzeptes der Naturschutzleitlinie im Hessischen Staatswald vorgestellt. Der Termin fand im Forstamt Wiesbaden-Chausseehaus statt: Immerhin wurde hier die von Hessenforst vorgeschlagene Fläche auf Vorschlag von Ingo Hausch, unserem Arbeitskreisleiter in Wiesbaden, um vier Hektar erweitert. Was die Umsetzung im gesamten Land betrifft, sehen die Naturschutzverbände allerdings noch Nachholbedarf.  Hier lesen Sie die offizielle gemeinsame Pressemitteilung der beteiligten Verbände.
(Foto: vlnr: Oliver Conz, Lucia Puttrich, Ingo Hausch, Christoph von Eisenhart Rothe, Michael Gerst)

Birdrace 2013 – Vögel, Spaß und ein guter Zweck

Am 4. Mai starteten insgesamt 191 Teams mit 711 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zum Birdrace 2013. Einen Tag lang versuchten Vogelbeobachter aus allen Teilen Deutschlands in ihrem Landkreis so viele Vogelarten wie möglich zu sehen oder hören. Viele Mannschaften hatten zuvor Sponsoren gefunden, die pro beobachteter Art einen bestimmten Betrag für ornitho.de spendeten. In Hessen waren 13 Teams am Start. Sie sahen an diesem Tag zusammen 179 verschiedene Vogelarten in unserem Bundesland.

Quer durch Hessen verlief leider die Grenze zwischen dem sonnigen Norden und dem teils regnerischen Süden. Während aus dem Norden und der Mitte keiner Beschwerden kamen und sogar das „tolle Fahrradwetter“ oder das fehlende Handtuch zum Baden bei den Highlights genannt wurden, beklagten die Gersprenzgucker aus Darmstadt-Dieburg „Regen, Regen und nochmals Regen“. So ist es eben bei Frischluft-Sportarten und wir hoffen auf ausgleichende Gerechtigkeit im kommenden Jahr. Dank 12(!) Limikolen- und 7 Spechtarten und ihrem dementsprechend mit Abstand besten Ergebnis lagen die Grenzgänger aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg am Ende knapp vor den letztjährigen Siegern aus der Wetterau, den Wetteramseln, die auf 132 Arten kamen. Mit 124 Arten hielten die EderSeaWatcher die Ornis im Einsatz um eine Art auf Distanz und schubsten sie noch vom Treppchen. In der Sponsorenwertung uneinholbar vorne war erneut das Team HGON Kelkheim, das mit 104 beobachteten Arten im kleinsten hessischen Landkreis über 1300 Euro für ornitho zusammenbrachte und damit auch in der bundesweiten Sponsorenwertung – wie schon in den Vorjahren – den dritten Platz belegte.

Hier sind die Ergebnisse!

Die größte Vogelfanganlage der Welt

Zugvögel im Schatten der Pyramiden
Ein Artikel aus der nächsten Ausgabe des Falken von Holger Schulz und Jens-Uwe Heindi über den Vogelfang in Ägypten.
Hier lesen Sie mehr..

Libellen in Hessen

Der AK "Libellen in Hessen" und die HGON haben Mitte März diesen Jahres die Jahrestagung der "Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen" (GdO) in Fulda/ Petersberg ausgerichtet. Im Nachgang dazu hat die Fuldaer Zeitung jetzt einen kleinen Beitrag von Dr. Jochen Tamm über Libellen veröffentlicht. Er soll Laien und Jugendliche ansprechen und auf die Libellen aufmerksam machen. Hier gehts zum Text..

Mitstreiter gesucht!

Machen Sie mit beim Monitoring häufiger Brutvögel!

Seit dem Jahr 2004 werden in Deutschland die Bestände der häufigen Vogelarten wie Amsel, Buchfink oder Bachstelze auf repräsentativ ausgewählten Probeflächen erfasst. Dabei wird eine vorgegebene Route viermal von März bis Juni in den Morgenstunden begangen und alle anwesenden Vögel in Karten eingetragen. Der Vergleich der Ergebnisse lässt detaillierte Aussagen über die Bestandsentwicklung der häufigeren Vogelarten zu.

 Das Monitoring ist aber nicht nur von vogelkundlicher Bedeutung, seine Ergebnisse fließen auch in politische Entscheidungen auf Landes- und sogar Bundesebene ein. Bestes Beispiel dafür ist der im Februar 2012 erschienene „Nachhaltigkeitsbericht der Bundesregierung“. Der Teilindikator „Artenvielfalt – Arten erhalten, Lebensräume schützen“ wird hier anhand der durch das Monitoring dokumentierten Bestandsentwicklung von 59 Brutvogelarten dargestellt. Der Indikator liefert Informationen zur Artenvielfalt, zur Landschaftsqualität und zur Nachhaltigkeit der Landnutzungen, die von der Bundesregierung für zukünftige Schwerpunktsetzungen verwendet werden. Damit stehen unsere Monitoring-Ergebnisse in einer Reihe mit Indikatoren wie Energieverbrauch, Anteil erneuerbarer Energie, Wirtschaftswachstum, Emission von Treibhausgasen oder der Entwicklung von Siedlungs- und Verkehrsfläche.

Landesweit fehlen derzeit noch Kartierer für etwa 50 Probeflächen. Die Lage dieser Probeflächen sowie weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung als Bearbeiter sind zu finden unter:

http://www.dda-web.de/index.php?cat=service&subcat=mitmachen&subsubcat=hb

Wir freuen uns über jeden Vogelbeobachter oder Naturfreund, der die Kartierung einer der noch unbearbeiteten Flächen durchführen möchte!

Internationale Libellentagung erstmals in Hessen!

Vom 15. bis 17. März 2013 fand in Petersberg bei Fulda die 32. Jahrestagung der Gesellschaft deutschsprachiger Odonatologen (Libellenkundler) e.V. statt. Der Einladung des Arbeitskreises Libellen in Hessen, in der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) e.V., waren rund 170 Wissenschaftler und libellenkundlich Interessierte aus sieben europäischen Ländern gefolgt.
42 wissenschaftliche Beiträge waren in Form von Vorträgen und Postern angemeldet worden. Für die Teilnehmer war dies ein straffes Programm mit Themen aus den Gebieten der Faunistik, Ökologie, des Arten- und Naturschutzes, der Verhaltenskunde, des Erscheinungsbildes von Libellenarten und dem Einfluss des Klimas auf die Entwicklung und Zusammensetzung von Libellen-Lebensgemeinschaften. Ein Schwerpunkt war mit Beiträgen über die Quelljungfer-Arten gesetzt.  Diese schlanken und "eleganten" Tiere mit ihren großen grünen Augen haben einen Verbreitungsschwerpunkt im waldreichen Hessen mit seinen zahlreichen Quellen und Quellbächen. Ihrer Erforschung widmeten sich die ehrenamtlich tätigen Mitarbeiter des Arbeitskreises Libellen in Hessen in den letzten Jahren verstärkt und konnten hier einen deutliche Erkenntniszuwachs erreichen.

Wir gratulieren!

Unser Mitglied Ernst Böhm bekommt für seine Verdienste für den Naturschutz in Hessen die bedeutsamste hessische Naturschutzauszeichnung, den "Willy Bauer Preis" verliehen! Wir freuen uns mit ihm und wünschen ihm und der HGON, dass ihm seine Energie noch über viele viele Jahre erhalten bleibt! Alles Gute!

Foto: vlnr: Stefan Schmitt, Erster Stadtrat der Stadt Neu-Isenburg, Oliver Conz, Ernst Böhm Oliver Quilling, Landrat des Landkreises Offenbach, Lucia Puttrich, Claudia Jäger, Erste Beigeordnete des Landkreises Offenbach

Endlich ist es da: Willy Bauer Buch erschienen!

Willy Bauer
Der starke Mann des hessischen Naturschutzes
Leben und Persönlichkeit

Die Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) gibt ein neues Buch über ihren Mitbegründer und früheren Vorsitzenden Willy Bauer, der charismatischen Persönlichkeit und Schlüsselfigur des hessischen Naturschutzes in den 1970er und 1980er Jahren und zudem ein überregional bedeutender Ornithologe heraus. Hier lesen Sie mehr..

Die Staatliche Vogelschutzwarte feiert!

Am Samstag, den 1. September 2012 feierte die Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland Pfalz und dem Saarland mit vielen illustren Gästen ihr 75-jähriges Bestehen: Die HGON gratuliert ganz herzlich und wünscht alles Gute für die Zukunft!

Hier ein kleiner Rückblick.

Neuer Kurzericht der Avifaunistischen Kommission Hessen (AKH) erschienen

Mit einem wie immer herzlichen Dank an alle Melder gibt die Avifaunistische Kommission Hessen AKH den Quartalsbericht 4/2011 heraus. Durch das freundliche Entgegenkommen der Deutschen Avifaunistischen Kommission können wir hier die Ergebnisse der bundesweit relevanten Meldearten aus dem Jahr 2010 noch vor der Publikation des Jahresberichts der DAK darstellen.

Mehr Informationen dazu und zur AKH gibt es hier...

Rückblick HGON Fotoworkshop für Kinder und Jugendliche

Beim HGON-Fotowochenendworkshop konnten Kinder zwischen 9 und 13 Jahren besondere Naturmomente mit Digital-Kameras einfangen. Die Ergebnisse sind wirklich sehenswert. Bilder zum und vom Workshop gibt es in der HGON-Bildergalerie oder unter Facebook...

Umweltministerin zu Besuch bei Hessens Rotmilanen

Die Stiftung Hessischer Naturschutz unterstützt die HGON bei der Erforschung der Gefährdungsursachen für den Rotmilan mit 60.000 Euro.

Lesen Sie hier mehr dazu ....

Bilder zum Termin finden Sie hier ....

 

Rückblick Hessentag 2012 in Wetzlar

Auch in diesem Jahr besuchten zahlreiche Menschen den HGON-Stand im Zelt Natur auf der Spur auf dem Hessentag in Wetzlar. Die Vogelstimmenwand und der Einblick in das HGON-Fledermaushaus in Greifenstein- Allendorf zogen viele Interessierte an.

Mehr Informationen und Bilder zum Hessentagsauftritt der HGON gibt es hier ...

Rückblick AGO Tagung 2012 in Erzhausen

Das diesjährige Vortragsprogramm der HGON-Frühjahrstagung "Hessen International" hat über 110 Interessierte nach Erzhausen bei Darmstadt gelockt. Auch die Exkursionen zum August-Euler-Flugplatz und den Landbach, ein Teilbereich der Altneckarlachen, war mit über 50 Teilnehmern gut besucht. 

Lesen Sie hier mehr dazu ...

Atlas der Libellen in Hessen

Der Atlas möchte Wissenswertes über die hessischen Libellen vermitteln und soll gleichzeitig Aufforderung sein, die Bemühungen zum Schutz der heimischen Arten und Lebensräume zu verstärken.
Das Gemeinschaftswerk des Arbeitskreises Libellen in der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) und des Servicezentrums für Forsteinrichtung und Naturschutz (FENA) kann bei der FENA zum Preis von 21,40 € bestellt werden
Infos unter: www.hessen-forst.de/FENA
E-Mail: Naturschutzdaten(at)forst.hessen.de - Tel: 0641-4991-264

Einblicke in die Arbeit des AK Libellen finden Sie hier...

Bilder von der Vorstellung des Buches "Libellen in Hessen" ....

Rückblick Tagung: 25 Jahre Biber in Hessen

Der Biber ist nun seit 25 Jahren wieder zurück in Hessen. Das konnten wir mit vielen Biberfreunden am 10. und 11. September 2011 in Künzell bei Fulda feiern.

Lesen Sie hier einen Rückblick und die Vorträge zur Tagung ...

Bilder zur Tagung finden Sie hier ....

HGON in HD – HGON im Kinoformat

Wunderschöne Naturaufnahmen zum Genießen bietet der neue HGON-Imagefilm, den der Tierfilmer Arndt Brüning für die HGON produziert hat. In ruhigen Bildern beschreibt der Film Erfolge und Ziele der HGON-Arbeit. In den kommenden Wochen soll der Film in Kinos und bei HGON-Veranstaltungen gezeigt werden.

Den HGON-Imagefilm jetzt ansehen

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Termine

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Faunanet

  • 28. Nov. 2014

    Rotmilan

    11 Rotmilane in ö Richtung fliegend. 09:55 Ahnatal-Weimar

  • 27. Nov. 2014

    fledermaus

    1 fledermaus auf jagdflug 18.45 / 27.11. frankfurt riederwald... gruss ane...

  • 25. Nov. 2014

    Grünspecht

    3 Grünspechte im Kurpark Bad Soden

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